„Tag der Clubkultur“ kündigt Geldregen für 32 Berliner Venues an

Vom 3. bis 11. Oktober 2026 findet in Berlin die siebte Ausgabe des „TAG DER CLUBKULTUR“ statt.

Im Rahmen der Festivalwoche werden mehr als 110 Clubs, Kollektive, Radiostationen und weitere Initiativen sichtbar gemacht. 32 Clubs und Kollektive erhalten zudem insgesamt 410.000 Euro an Fördergeldern.

Die Preisvergabe umfasst drei Kategorien: Raum & Ästhetik, Programm sowie Community. Eine unabhängige Fachjury wählt die 32 Preisträger aus. Clubs erhalten jeweils 20.000 Euro, Kollektive 10.000 Euro.

Für Newcomer sind je nach Einordnung 5.000 Euro für Kollektive beziehungsweise 10.000 Euro für Clubs vorgesehen. Die Namen der diesjährigen Preisträger sollen am 3. Oktober im Rahmen der Eröffnung bekannt gegeben werden.

Zu den bereits für die Festivalwoche angekündigten Teilnehmern gehören unter anderem SCHWUZ, Crack Bellmer, Gretchen, Recycle, Sunday School und ACUD. Neben der Preisvergabe dient die Woche als offene Plattform für die Berliner Clubszene.

Geplant sind unter anderem Raves, Konzerte, Performances, Panels, Ausstellungen und Workshops. Veranstaltungen können von Akteuren aller Genres und Disziplinen eingereicht und selbst gestaltet werden.

Das diesjährige Motto lautet „STAY CORE“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Begriffe Remaining, Care und Resistance. Die Festivalwoche soll sich mit der Frage beschäftigen, was es bedeutet, angesichts schrumpfender Freiräume, politischem Rechtsruck und wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin Raum für Clubkultur zu behaupten.

„Was dieses Programm zeigt, ist genau das, was STAY CORE bedeutet“, sagt Festival-Projektleiterin Katharian Ahrend. Die Szene arbeite unter erheblichem Druck und schwierigen Rahmenbedingungen, reagiere darauf aber nicht mit Rückzug.

Stattdessen seien mehr als 130 Veranstaltungen entstanden, die größtenteils selbstorganisiert und nicht kommerziell ausgerichtet seien. Der „TAG DER CLUBKULTUR“ wurde 2020 von der Clubcommission Berlin ins Leben gerufen.

Das Projekt entstand zunächst als Zeichen kultureller Anerkennung und Unterstützung während der Pandemie und wird inzwischen von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie dem Musicboard Berlin gefördert.

Ausgezeichnet werden Clubs und Kollektive verschiedener Genres und Disziplinen. Die offene Ausschreibung berücksichtigt dabei sowohl Spielstätten als auch freie Zusammenschlüsse ohne festen Veranstaltungsort.

Quelle: Resident Advisor

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