Vor sieben Jahren wurde nicht nur das zehnjährige Jubiläum des beliebten „Green and Blue“ Festivals gefeiert, sondern leider auch der Abschied der Erfolgsgeschichte des Open Airs von Cocoon und Sven Väth. Viele Fans aus Frankfurt und Umgebung erinnern sich vielleicht noch an das heißbegehrte Festival in Väths Heimatstadt Obertshausen bei Frankfurt. Lange ist es her. Väths Lieblingslocation, das Waldschwimmbad der Kleinstadt bei Frankfurt musste damals aus Kostengründen schließen und ein Locationwechsel kam nur für die letzten zwei Jahre in Frage. Ein Line-up vom Feinsten, euphorische Raver, eine herrliche Umgebung und stimmungsvolle Vibes zeichneten das Festival aus. Viele Mitglieder der Cocoon-Family brachten die zwei Stages des Green & Blue Festivals zum Beben. Jedes Jahr. Zwölf Stunden lang wurde in den ersten acht Jahren an und auf den Bühnen auf dem Geläden des Waldschwimmbad ausgelassen getanzt. Die letzten zwei Jahre erfolgte der Ortswechsel zu einer stillgelegten Kaserne und dem Gelände am Langener Waldsee. Neben den jährlichen Headlinern wie Techno-Papa Sven Väth, Ricardo Villalobos, Loco Dice und Josh Wink legten bei der Jubiläumsparty Acts wie Dominik Eulberg, Dubfire, Robag Wruhme oder Henrik Schwarz auf , sowie viele andere. Zehn Jahre lang tanzten die Obertshausener, Frankfurter und Bassliebhaber auf dem Green & Blue.

Foto von Jules Grafia

Aus diversen Gründen musste sich die Cocoon-Crew schweren Herzens dann aber für ein Ende ihres Festivals entscheiden. Anfangs war sogar eine Wiederbelebung im Jahr 2015 geplant, wurde dann auf das folgende Jahr verschoben, wozu es schließlich auch nicht mehr kommen sollte. Für ein kleines Festival dieser Art kann man schon stolz sein, ein zehnjähriges Jubiläum gefeiert zu haben. Das Green & Blue hat in den zehn Jahren vielen Menschen ganz besondere Musikmomente und ein einzigartiges Feiererlebnis ermöglicht. Vielleicht bekommt der ein oder andere gerade sogar einen kleinen Flashback. Auch wenn wir dem Festival in Obertshausen immer noch nachtrauern wissen wir, Väth hat alles richtig gemacht. Immerhin soll man ja gewöhnlich dann aufhören, wenn’s am Schönsten ist.

Und so sah das große Finale 2012 aus:

Fotos: Facebook

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