Techno Connects People – Leidenschaft führt zu Gemeinschaft

Foto: Leon Giertz

Wir leben in einer Zeit, in der Reichweite zu einer harten Währung geworden ist: ungefähr so greifbar wie Bitcoins, doch genauso bedeutend und ebenso wachsend. Um diese Reichweite zu erhalten und stetig zu steigern, bedarf es jedoch diverser Fähigkeiten. Der Mut, in die Öffentlichkeit zu treten und damit Gefahr zu laufen, anzuecken und zu polarisieren gehört zweifellos dazu. Marcel Busse ist die Person hinter Techno Connects People. Techno Connects People – kurz TCP – zählt mittlerweile zu den wichtigsten und reichweitenstärksten Techno-Communities weltweit. Wie es dazu gekommen ist und wie steinig der Weg bis hierhin gewesen ist, hat uns Marcel im Interview verraten.

Hi Marcel, seit dem 1. August 2026 bist du offizieller Markenbotschafter des FAZEmag. Was bedeutet diese Partnerschaft für dich persönlich und warum ist gerade das FAZEmag der richtige Partner für diesen Schritt?

Für mich ist diese Partnerschaft ein echter Meilenstein. Es gibt Kooperationen, die entstehen von heute auf morgen – und es gibt Verbindungen, die über viele Jahre wachsen. Genau so war es mit dem FAZEmag. Dass ich heute offizieller Markenbotschafter sein darf, macht mich unglaublich stolz. Nicht nur persönlich, sondern auch, weil es zeigt, wie sich Techno Connects People entwickelt hat. Das FAZEmag steht seit Jahrzehnten für Qualität, Glaubwürdigkeit und eine enge Verbindung zur elektronischen Musikszene. Genau diese Werte sind mir bei meiner eigenen Arbeit ebenfalls wichtig. Deshalb fühlt sich diese Partnerschaft nicht wie eine klassische Kooperation an, sondern wie der nächste logische Schritt einer gemeinsamen Entwicklung.

Was verbindet dich bereits seit Jahren mit uns und welche Bedeutung hatte unser Magazin auf deinem Weg innerhalb der elektronischen Musikszene?

Meine Verbindung zum FAZEmag begann lange bevor ich selbst Content produziert habe. Für mich war es immer eine der wichtigsten Anlaufstellen, wenn ich mich über neue Künstler, Festivals oder Entwicklungen in der Szene informieren wollte. Später wurde das FAZEmag auch für meine tägliche Arbeit immer wichtiger, weil ich es regelmäßig als Recherchequelle nutze. Mit der Zeit entstanden auch persönliche Berührungspunkte. Ich durfte das FAZEmag bereits in meinen Anfängen im Social-Media-Bereich unterstützen und wir haben verschiedene gemeinsame Projekte umgesetzt. Unter anderem war die FAZEmag Radio Show zeitweise auf meinem Twitch-Kanal zu sehen. Rückblickend ist genau daraus eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden, die jetzt in dieser Partnerschaft ihren nächsten Schritt geht.

Welche gemeinsamen Ziele verfolgt ihr mit dieser Partnerschaft und worauf dürfen sich Leserinnen, Leser und Fans in Zukunft freuen?

Ich möchte gemeinsam mit dem FAZEmag noch näher an die Menschen heranrücken, die unsere Szene ausmachen. Mir geht es nicht nur darum, Nachrichten zu veröffentlichen, sondern Geschichten zu erzählen, Hintergründe zu zeigen und Künstlern sowie Veranstaltern eine Bühne zu geben. Die Community darf sich auf exklusive Interviews, Festival-Reportagen, Behind-the-Scenes-Einblicke und neue Content-Formate freuen, die klassische Berichterstattung mit modernen Social-Media-Inhalten verbinden. Ich glaube, dass genau diese Kombination einen echten Mehrwert für die Szene schaffen kann.

Du erreichst mit Techno Connects People Millionen Menschen weltweit. Welche Verantwortung bringt diese Reichweite für dich mit sich?

Mit Reichweite wächst automatisch auch die Verantwortung. Für mich bedeutet das vor allem, sorgfältig mit Informationen umzugehen und Inhalte zu veröffentlichen, hinter denen ich zu hundert Prozent stehen kann. Gerade heute verbreiten sich Nachrichten innerhalb weniger Minuten. Deshalb ist es mir wichtig, Themen gründlich zu recherchieren und der Community Inhalte zu bieten, denen sie vertrauen kann. Gleichzeitig möchte ich meine Reichweite nutzen, um Künstler sichtbar zu machen, neue Talente zu fördern und die Vielfalt der elektronischen Musikszene zu zeigen. Reichweite ist für mich kein Selbstzweck. Wenn Menschen durch meine Arbeit neue Musik entdecken, Festivals erleben oder Teil dieser Community werden, dann habe ich genau das erreicht, was ich mir mit Techno Connects People immer gewünscht habe.

@technoconnectspeople

Nimm uns mit an den Anfang deiner Geschichte: Wie bist du überhaupt zur elektronischen Musik gekommen und wann wurde aus einem Interesse echte Leidenschaft?

Elektronische Musik begleitet mich nahezu mein ganzes Leben. Schon als Jugendlicher habe ich stundenlang TechnoBase.FM gehört und mich immer mehr für die Szene begeistert. Mein erster Rave am Hawerkamp in Münster hat mich dann endgültig gepackt. Diese Atmosphäre, die Musik und das Gemeinschaftsgefühl haben mich sofort fasziniert. Eine noch viel tiefere Bedeutung bekam die Musik allerdings in einer schwierigen Phase meines Lebens. Nach einer langen Beziehung und einer schweren Trennung ging es mir persönlich überhaupt nicht gut. Ich musste mich neu orientieren und habe etwas gesucht, das mir wieder Kraft gibt und mir zeigt, dass ich etwas schaffen kann. Genau in dieser Zeit hat mich die elektronische Musik aufgefangen. Sie hat mir geholfen, wieder nach vorne zu schauen. Aus einer Begeisterung wurde eine echte Leidenschaft – und irgendwann entstand der Wunsch, selbst etwas für diese Szene zu schaffen.

Gab es Künstler, Clubs oder Festivals, die dich besonders geprägt und inspiriert haben?

Ich könnte gar nicht den einen Künstler oder das eine Festival nennen. Mich hat vielmehr die Szene als Ganzes geprägt. Mein erster Rave am Hawerkamp war definitiv ein Schlüsselmoment, weil ich dort zum ersten Mal erlebt habe, welche Energie elektronische Musik entfalten kann. Was mich bis heute begeistert, ist dieses Gemeinschaftsgefühl. Es spielt keine Rolle, wer du bist oder woher du kommst – auf dem Dancefloor sind alle gleich. Genau dieses Gefühl hat mich inspiriert und ist bis heute der Grundgedanke hinter allem, was ich mit Techno Connects People mache.

Wann entstand die Idee, Techno Connects People ins Leben zu rufen – und welche Vision hattest du damals?

Angefangen hat alles mit meiner Veranstaltungsreihe „Nacht & Nebel“. Die Idee dazu entstand ganz spontan auf einer Afterhour. Ich wollte nicht länger nur Veranstaltungen besuchen, sondern selbst Events organisieren und Menschen zusammenbringen. Das erste Event fand am 2. Februar 2018 statt. Bis zur Corona-Pandemie konnte ich die Veranstaltungsreihe Schritt für Schritt aufbauen. Als Corona kam, war plötzlich alles vorbei. Veranstaltungen waren von heute auf morgen nicht mehr möglich und ich brauchte eine neue Aufgabe. Ich wollte die Zeit sinnvoll nutzen und etwas aufbauen, das mir später auch bei meinen Events helfen würde. So entstand die Idee zu Techno Connects People – ursprünglich als Plattform, um nach Corona meine Veranstaltungen besser zu vermarkten und mit der Community in Kontakt zu bleiben. Dass daraus einmal so viel mehr werden würde, konnte ich damals noch nicht ahnen.

Hättest du dir zu diesem Zeitpunkt vorstellen können, dass daraus einmal eine der größten Techno-Communities der Welt entstehen würde?

Nein, überhaupt nicht. Ich hatte nie den Plan, eine große Marke aufzubauen oder Millionen Menschen zu erreichen. Ich wollte einfach Inhalte veröffentlichen, die ich selbst spannend finde, Künstler unterstützen und meine Leidenschaft für elektronische Musik mit anderen teilen. Mit der Zeit ist die Community immer weiter gewachsen und Techno Connects People hat sich in eine Richtung entwickelt, mit der ich selbst nie gerechnet hätte. Rückblickend glaube ich, dass genau diese Authentizität den Unterschied gemacht hat. Ich habe nie versucht, etwas zu sein, was ich nicht bin. Ich habe einfach das gemacht, woran ich selbst geglaubt habe – und genau das hat die Menschen erreicht.

Heute zählt Techno Connects People zu den bekanntesten Plattformen der Szene. Welche Meilensteine waren rückblickend die wichtigsten auf diesem Weg?

Es gab nie den einen Moment, an dem plötzlich alles anders war. Techno Connects People ist Schritt für Schritt gewachsen. Jeder Meilenstein hat gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die ersten viral gehenden Videos, die ersten Kooperationen mit Festivals, Künstlern und Marken oder die ersten Einladungen zu großen Events – all das waren Momente, in denen ich gemerkt habe, dass aus einer kleinen Idee langsam etwas Größeres wird. Ein weiterer Meilenstein war für mich der Aufbau einer Community, die mir vertraut. Heute folgen Menschen aus der ganzen Welt meinen Inhalten. Dieses Vertrauen ist für mich viel wertvoller als jede einzelne Zahl. Dass ich inzwischen mit einigen der größten Namen der elektronischen Musikszene zusammenarbeiten darf, hätte ich mir am Anfang niemals vorstellen können.

Jede Erfolgsgeschichte kennt Rückschläge. Gab es Momente, in denen du kurz davor warst aufzugeben – und was hat dich weitermachen lassen?

Natürlich. Wer über Jahre hinweg etwas Eigenes aufbaut, erlebt nicht nur Erfolge. Es gab Phasen, in denen Beiträge kaum funktioniert haben, Kooperationen geplatzt sind oder ich mich gefragt habe, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt. Dazu kommen private Herausforderungen und die ständigen Veränderungen auf Social Media. Algorithmen ändern sich, Reichweiten brechen ein und manchmal funktionieren Dinge plötzlich nicht mehr, obwohl sie jahrelang erfolgreich waren. Aufgegeben habe ich trotzdem nie. Ich glaube fest daran, dass Rückschläge dazugehören. Sie zwingen einen dazu, sich weiterzuentwickeln, neue Ideen auszuprobieren und nicht stehenzubleiben. Genau das hat Techno Connects People letztendlich immer weitergebracht.

Welche Entscheidungen haben TCP letztendlich zu der Marke gemacht, die sie heute ist?

Die wichtigste Entscheidung war wahrscheinlich, immer authentisch zu bleiben. Ich habe mich nie verbogen, nur weil gerade ein bestimmter Trend gut funktioniert hat. Mir war wichtiger, eine Plattform aufzubauen, der die Menschen vertrauen können. Außerdem habe ich mich bewusst dafür entschieden, nicht nur über die größten Künstler zu berichten. Ich möchte auch Newcomern, kleinen Festivals, Clubs und spannenden Projekten eine Bühne geben. Genau diese Mischung macht Techno Connects People heute aus. Ich glaube, die Community merkt, ob Inhalte aus echter Leidenschaft entstehen oder nur produziert werden, um Reichweite zu erzielen. Deshalb stand für mich Qualität immer vor Quantität.

Wie hat sich deine persönliche Rolle innerhalb von Techno Connects People über die Jahre verändert?

Am Anfang habe ich einfach Inhalte erstellt, weil es mir Spaß gemacht hat. Heute ist Techno Connects People viel mehr als ein Hobby. Ich bin Content Creator, Moderator, Interviewer, Ansprechpartner für Künstler, Festivals und Marken – und gleichzeitig immer noch derjenige, der hinter der Kamera steht, recherchiert, schneidet und die Inhalte veröffentlicht. Mit der Zeit ist auch die Verantwortung deutlich größer geworden. Mir ist bewusst, dass viele Menschen meine Inhalte als Informationsquelle nutzen. Genau deshalb versuche ich, mich ständig weiterzuentwickeln und der Community Inhalte zu bieten, die informieren, unterhalten und einen echten Mehrwert schaffen. Am Ende hat sich vieles verändert – nur eines nicht: Meine Leidenschaft für die elektronische Musikszene und der Wunsch, Menschen durch Musik miteinander zu verbinden.

Wie kam es dazu, dass Twitch zu einem festen Bestandteil von Techno Connects People wurde?

Twitch entstand aus dem Wunsch heraus, noch näher mit der Community zu sein. Gerade während der Corona-Zeit, als keine Veranstaltungen möglich waren, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, weiterhin mit Menschen in Kontakt zu bleiben und gemeinsam Musik zu erleben. Dabei habe ich gemerkt, dass Livestreaming unglaublich viele Möglichkeiten bietet. Es ist nicht nur das Abspielen von Musik, sondern der direkte Austausch mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen. Aus den ersten Streams entwickelte sich immer mehr und Twitch wurde ein wichtiger Bestandteil von Techno Connects People. Heute ist Twitch für mich ein Ort, an dem die Community zusammenkommt, Künstler präsentiert werden und echte Momente entstehen, die man auf klassischen Plattformen oft nicht erzeugen kann.

Was macht Livestreaming für dich so besonders und worin unterscheidet sich Twitch von klassischen Social-Media-Plattformen?

Der größte Unterschied ist die Nähe zu den Menschen. Auf klassischen Social-Media-Plattformen konsumieren viele Menschen Inhalte eher passiv. Bei Twitch entsteht dagegen eine richtige Gemeinschaft. Man ist live dabei, kann direkt reagieren, Fragen stellen und gemeinsam Momente erleben. Genau diese Interaktion macht Livestreaming für mich so besonders. Es entsteht eine Verbindung, die über einen normalen Post oder ein Video hinausgeht. Man sieht nicht nur Zahlen oder Kommentare, sondern erlebt echte Gespräche und Emotionen. Für mich passt Twitch deshalb perfekt zu dem Gedanken hinter Techno Connects People: Menschen durch Musik zusammenzubringen – egal, wo auf der Welt sie sich befinden.

Foto: Leon Giertz

Wie würdest du deinen persönlichen Musikgeschmack beschreiben und welche Subgenres hörst du aktuell am liebsten?

Mein Musikgeschmack ist sehr vielfältig. Was mich schon immer fasziniert hat, ist nicht nur ein bestimmtes Genre, sondern die Energie und Emotion, die ein Track auslösen kann. Natürlich liegt mein Schwerpunkt klar im Techno-Bereich. Besonders Hard Techno, treibende Techno-Sounds und moderne elektronische Produktionen begleiten mich aktuell sehr. Gleichzeitig höre ich aber auch gerne über den Tellerrand hinaus und entdecke immer wieder neue Einflüsse und Künstler. Am wichtigsten ist für mich, dass Musik eine Atmosphäre erzeugt und eine Geschichte erzählt. Ein guter Track muss nicht nur funktionieren – er muss etwas auslösen.

Gibt es einen Track, der dich seit Jahren begleitet oder deine Verbindung zur elektronischen Musik besonders widerspiegelt?

Einen einzigen Track zu nennen, ist für mich schwierig, weil Musik oft mit bestimmten Momenten verbunden ist. Es gibt viele Songs, die mich in unterschiedlichen Phasen meines Lebens begleitet haben. Was ich aber sagen kann: Tracks, die eine besondere Energie erzeugen und dieses Gefühl von Gemeinschaft auf einem Dancefloor vermitteln, bleiben bei mir besonders hängen. Genau diese Momente sind es, warum ich elektronische Musik liebe. Für mich geht es weniger um den einen Song, sondern um das Gefühl, das Musik auslösen kann – und genau dieses Gefühl möchte ich auch mit anderen Menschen teilen.

Welche Künstler inspirieren dich momentan am meisten – unabhängig davon, ob sie bereits international etabliert sind oder gerade erst ihren Durchbruch feiern?

Mich inspirieren vor allem Künstler, die ihre eigene Identität haben und nicht einfach versuchen, Trends hinterherzulaufen. Natürlich gibt es große Namen in der Szene, die über Jahre beeindruckende Arbeit geleistet haben. Gleichzeitig finde ich es aber genauso spannend, neue Talente zu entdecken, die gerade ihren eigenen Weg gehen. Genau deshalb beschäftige ich mich auch so gerne mit Newcomern. Die elektronische Musik lebt davon, dass immer wieder neue Künstler mit frischen Ideen entstehen. Was mich bei Artists besonders beeindruckt, ist nicht nur die Musik selbst, sondern die Leidenschaft dahinter. Wenn jemand für das brennt, was er macht, spürt man das sofort.

Wofür steht Techno Connects People heute – und welche Werte sollen Menschen sofort mit der Marke verbinden?

Techno Connects People steht für mich vor allem für Verbindung. Genau das beschreibt bereits der Name. Elektronische Musik schafft es, Menschen aus unterschiedlichsten Ländern, Kulturen und Hintergründen zusammenzubringen. Mir ist wichtig, dass Menschen mit der Marke bestimmte Werte verbinden: Leidenschaft, Authentizität und Gemeinschaft. Techno Connects People soll eine Plattform sein, auf der sich Menschen wiederfinden, neue Musik entdecken und Teil einer weltweiten Community werden können. Dabei geht es nicht nur um die größten Künstler oder die größten Events. Ich möchte die gesamte Vielfalt der Szene zeigen – von etablierten Acts bis hin zu neuen Talenten, von großen Festivals bis zu kleinen Clubs und Projekten, die mit viel Herzblut entstehen.

Foto: Leon Giertz

Was unterscheidet TCP aus deiner Sicht von anderen Plattformen innerhalb der elektronischen Musikszene?

Ich glaube, der größte Unterschied ist die Nähe zur Community. Techno Connects People ist nicht aus einer klassischen Medienstruktur entstanden, sondern aus meiner eigenen Leidenschaft für die Szene. Ich bin selbst Teil dieser Kultur und weiß, welche Geschichten die Menschen interessieren. Mir war immer wichtig, nicht nur Inhalte zu veröffentlichen, die Reichweite bringen, sondern einen echten Mehrwert zu schaffen. Dazu gehört, Künstler vorzustellen, Hintergründe zu erzählen und auch Themen aufzugreifen, die vielleicht nicht jeder auf dem Radar hat. Außerdem verbindet TCP verschiedene Bereiche miteinander: News, Interviews, Künstler-Features, Festival-Content, Livestreams und den direkten Austausch mit der Community. Diese Mischung macht die Plattform für viele Menschen zu einem täglichen Begleiter innerhalb der Szene.

Du hast bereits mit zahlreichen Festivals, Künstlern und Marken zusammengearbeitet. Welche Kooperationen waren für dich besonders prägend und warum?

Jede Zusammenarbeit hatte ihre eigene Bedeutung, weil hinter jeder Kooperation Menschen stehen, die an dieselbe Leidenschaft glauben. Besonders prägend waren für mich Partnerschaften mit großen Festivals und Marken aus der Szene, weil sie gezeigt haben, dass Techno Connects People mittlerweile als ernstzunehmende Plattform wahrgenommen wird. Dazu gehören unter anderem Kooperationen mit Festivals wie Ikarus, Nibirii oder Ruhr-in-Love sowie die Zusammenarbeit mit etablierten Marken und Unternehmen aus dem Musikbereich. Auch Partnerschaften mit Unternehmen wie Soundboks, Loops, DJI waren für mich besondere Momente, weil es Marken sind, die viele Menschen innerhalb der elektronischen Musik seit Jahren begleiten. Am wichtigsten ist für mich aber immer die gemeinsame Vision. Eine Kooperation funktioniert nur dann langfristig, wenn beide Seiten wirklich etwas für die Szene bewegen möchten.

Nach welchen Kriterien entscheidest du, mit welchen Partnern Techno Connects People zusammenarbeitet?

Für mich geht es nicht nur darum, welche Marke oder welches Unternehmen hinter einer Zusammenarbeit steht. Entscheidend ist, ob die Werte zusammenpassen. Ich möchte keine Partnerschaften eingehen, die sich nur nach Werbung anfühlen. Die Community merkt sehr schnell, ob etwas authentisch ist oder nicht. Deshalb frage ich mich immer: Passt der Partner zu meiner Zielgruppe? Kann ich damit einen echten Mehrwert schaffen? Und steht die Leidenschaft für die Szene im Mittelpunkt? Wenn ich mit einer Marke, einem Festival oder einem Künstler zusammenarbeite, möchte ich am Ende eine Geschichte erzählen können. Es geht nicht darum, einfach ein Produkt zu zeigen, sondern Menschen für etwas zu begeistern und eine Verbindung herzustellen.

Neben Techno Connects People entstehen aktuell weitere Projekte wie VOIAGER, NoMute und BaseCollab. Wie hängen diese Marken zusammen und welche gemeinsame Vision verfolgt ihr?

Die Projekte haben unterschiedliche Schwerpunkte, sind aber durch eine gemeinsame Leidenschaft verbunden: die elektronische Musikszene weiterzuentwickeln und Menschen miteinander zu verbinden. Techno Connects People bleibt mein persönliches Projekt und die Plattform, die ich über die vergangenen Jahre aufgebaut habe. Dort geht es darum, die Szene sichtbar zu machen, Künstler vorzustellen und eine Community rund um elektronische Musik zu schaffen. VOIAGER ist das musikalische Projekt von Dima als DJ und Produzent. NoMute wurde von Kester aufgebaut und beschäftigt sich mit Management, Media und der professionellen Betreuung von Künstlern und Projekten. Zusätzlich arbeiten wir gemeinsam an BaseCollab. Dort geht es darum, Creator Camps und neue Festival-Konzepte zu entwickeln und Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Szene zusammenzubringen. Was uns verbindet, ist nicht eine einzelne Marke, sondern die gleiche Vision: Wir möchten der elektronischen Musikszene neue Möglichkeiten geben und kreative Menschen miteinander verbinden.

Mit Marcel Busse, Kester Janssen und Dima Abdulkarim vereint ihr unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach. Wie habt ihr euch kennengelernt, wie entstand die Zusammenarbeit und welche Aufgaben übernimmt jeder von euch innerhalb der gemeinsamen Projekte?

Kennengelernt haben wir uns über die elektronische Musikszene und gemeinsame Interessen. Aus ersten Kontakten wurde mit der Zeit eine Freundschaft und daraus entstanden immer mehr Ideen für gemeinsame Projekte. Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen und genau das macht die Zusammenarbeit spannend. Ich konzentriere mich weiterhin auf Techno Connects People – also auf Community, Content, Medien und die Verbindung zur Szene. Dima bringt seine Erfahrung als DJ und Produzent mit VOIAGER ein. Er kennt die kreative und musikalische Seite der Szene und entwickelt seinen eigenen Weg als Artist. Kester bringt mit NoMute seine Erfahrung im Bereich Management, Media und Künstlerbetreuung ein. Er unterstützt Artists und Projekte dabei, professioneller aufzutreten und ihre Möglichkeiten besser zu nutzen. Jeder von uns hat seinen eigenen Schwerpunkt, aber gemeinsam entstehen daraus neue Ideen und Möglichkeiten.

Wie entstand die Idee zu VOIAGER und welche Intention steckt hinter dem Projekt? Welche Rolle spielt VOIAGER innerhalb eurer langfristigen Vision?

VOIAGER ist das Künstlerprojekt von Dima und steht für seine persönliche Entwicklung als DJ und Produzent. Die Idee dahinter ist, eine eigene musikalische Identität aufzubauen und seine Kreativität innerhalb der elektronischen Musik auszuleben. Dabei geht es nicht nur um einzelne Releases oder Auftritte, sondern um eine langfristige Entwicklung als Artist. VOIAGER zeigt auch, wie vielfältig die Szene ist. Neben Plattformen und Medien braucht es natürlich auch Künstler, die diese Kultur aktiv gestalten und weiterentwickeln.

NoMute steht für hochwertigen Content und kreative Medienproduktionen. Welche Bedeutung hat professioneller Content heute für Künstler, Festivals und Marken in der elektronischen Musikszene?

Content ist heute einer der wichtigsten Faktoren, um Menschen zu erreichen. Künstler, Festivals und Marken haben Geschichten zu erzählen – aber diese Geschichten müssen auch professionell sichtbar gemacht werden. Mit NoMute verbindet Kester Media-Produktion mit einem Verständnis für die elektronische Musikszene. Es geht nicht nur darum, schöne Bilder zu produzieren, sondern darum, Emotionen, Identität und die Persönlichkeit hinter einem Projekt zu zeigen. Gerade in einer digitalen Welt entscheidet hochwertiger Content oft darüber, ob Menschen eine Verbindung zu einem Künstler oder einer Marke aufbauen.

Mit BaseCollab verfolgt ihr einen neuen Ansatz für Zusammenarbeit innerhalb der Szene. Welches Problem möchtet ihr damit lösen und wie soll die Plattform Künstler, Creator und Unternehmen miteinander verbinden?

BaseCollab entstand aus der Idee, kreative Menschen innerhalb der Szene noch besser miteinander zu vernetzen. Es gibt unglaublich viele talentierte Creator, Künstler, Unternehmen und Veranstalter, die ähnliche Ziele verfolgen, aber oft nicht zusammenfinden. Genau dort möchten wir ansetzen. Mit Creator Camps und Festival-Projekten wollen wir Räume schaffen, in denen Menschen gemeinsam Ideen entwickeln, Content produzieren und neue Kooperationen entstehen können. Am Ende geht es wieder um das, was auch Techno Connects People ausmacht: Menschen zusammenzubringen und gemeinsam etwas Größeres entstehen zu lassen.

Welche Projekte und Visionen möchtest du in den kommenden Jahren unbedingt verwirklichen?

Ich habe natürlich viele Ideen und Projekte, die ich in den kommenden Jahren umsetzen möchte. Mein größter Traum ist aber, irgendwann wieder eigene Events zu veranstalten – und vielleicht eines Tages ein ganz großes Event auf die Beine zu stellen, bei dem Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen. Genau dort liegen meine Wurzeln. Mit meiner ersten Veranstaltungsreihe „Nacht & Nebel“ hat alles angefangen. Damals war es mein Wunsch, Menschen durch Musik zusammenzubringen. Dieser Gedanke begleitet mich bis heute. Techno Connects People hat sich in den letzten Jahren unglaublich entwickelt, aber tief in mir ist dieser Wunsch immer geblieben: Nicht nur digital Menschen zu erreichen, sondern wieder gemeinsam mit ihnen an einem Ort zu stehen und diesen besonderen Moment zu erleben. Ein weiterer großer Antrieb für mich ist, meine Eltern stolz zu machen. Wenn ich irgendwann zurückblicken kann und sagen kann: „Ich habe etwas aufgebaut, an das ich geglaubt habe und damit Menschen glücklich gemacht“, wäre das für mich eine der größten Erfüllungen.

Zum Abschluss: Wenn die Menschen in zehn Jahren den Namen „Techno Connects People“ hören – woran sollen sie als Erstes denken?

Ich wünsche mir, dass Menschen beim Namen Techno Connects People nicht zuerst an Zahlen oder Reichweite denken, sondern an ein Gefühl. An Gemeinschaft. An besondere Momente. An Musik, die Menschen verbindet. Vielleicht denkt jemand irgendwann zurück und sagt: „Durch Techno Connects People habe ich meinen Lieblingskünstler entdeckt“, „Ich habe Menschen kennengelernt, die heute meine Freunde sind“ oder „Ich war bei einem Event dabei, das ich nie vergessen werde.“ Genau das wäre für mich der größte Erfolg. Denn am Ende ging es nie nur um Content oder eine Plattform. Es ging immer darum, Menschen zusammenzubringen. Mein größter Traum ist, diese Verbindung irgendwann wieder bei einem eigenen großen Event zu erleben – mit tausenden Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen. Und wenn ich dann irgendwann meine Eltern dort stehen sehe und weiß, dass sie stolz auf das sind, was ich aufgebaut habe, wäre das wahrscheinlich einer der emotionalsten Momente meines Lebens.

Aus dem FAZEmag 174/08.26
Text: Schäfer / Busse / Janßen
Fotos: Leon Giertz
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