Techno-Demo gegen NATO-Manöver erntet Gegenwind

Techno-Demo gegen NATO-Manöver erntet Gegenwind

Innerhalb einer Berliner WhatsApp-Gruppe für homosexuelle Männer laden Underground-Veranstalter zu einem Rave am 21. Juni ein, bei dem gegen das anstehende Nato-Manöver demonstriert werden soll.

In der Einladung wird vom „Rave für den Frieden“ gesprochen, bei dem „99 Luftballons in die Höhe steigen“ als Zeichen gegen die „größenwahnsinnige Kriegsübung“. Der 21. Juni ist auch der Stichtag für die jährliche Fete de la Musique.

Eine unglückliche Überschneidung mit eben jenem Nato-Manöver, an dem 25 Nationen und 10.000 Soldaten mit mehr als 250 Kampfflugzeugen teilnehmen. Die Übung heißt „Airdefender23“ und stößt bei einigen Aktivisten auf Unverständnis.

Da es bereits in der WhatsApp-Gruppe selbst zu viel Gegenwind kam, meldete sich der Veranstalter zu Wort. „Ich bin nicht Pro-Putin“, heißt es in seiner Folgenachricht, „Ich bin einfach gegen einen Dritten Weltkrieg“.

Man wundere sich als Friedensdemo sofort pro-russisch gebrandmarkt zu werden. Ein Mitveranstalter schrieb, er würde den russischen Angriffskrieg ablehnen, „aber die Nato hat auch Kriege im Irak, Afghanistan und Jugoslawien geführt, die viel Leid verursacht haben.“

Der Zuwachs für die Demo hält sich noch in Grenzen. Zu dem Rave auf dem Mariannenplatz, der um 14 Uhr starten und acht Stunden dauern soll, meldeten sich bislang rund 100 Personen über Facebook an.

Quelle: Berliner Zeitung

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