tensnake_glow

Was lange währt, wird endlich gut. Anfang 2013 kam schon die erste Ankündigung zum Debütalbum des Hamburger DJs und Produzenten, das aber immer wieder verschoben wurde. Endlich aber ist es da und – da kehre ich zum ersten Satz zurück – es ist ein ganz feines Masterpiece geworden. Tensnake hat sich nicht auf seinen durch „Coma Cat“ erworbenen Lorbeeren ausgeruht, sondern überrascht hier mit einem homogenen Pop-Album, das sicherlich den ein oder anderen Fan seiner Clubtracks etwas überraschen wird. Des Albums 16 Tracks greifen durchgehend gut ineinander, in klassischer Song-Länge und mit ein paar Interludes angereichert. Natürlich setzt er hier seine Reise in die Disco-Ära fort, macht das aber Jahrzehnte-übergreifend und landet schließlich auch irgendwo in den 90ern. Es ist sehr erfrischend die kleinen Details und Zitate in den Songs zu entdecken oder einfach dem sehr stimmigen Gesang von Fiona zu lauschen, die auf einem Großteil des Albums zu hören ist, neben ebenfalls gelungenen und einmaligen Auftritten von Jamie Lidell (für die Prince- und Outkast-Momente) und Jeremy Glenn (Stevie Wonder). Das mag jetzt oberflächlich alles etwas Retro anmuten, ist es aber nur mit Abstrichen, denn trotz dieser Elemente ist „Glow“ durchaus fresh und einen Schritt voraus. Vor allem ist es wirklich ein rundum gutes Album, das man gerne durchhört. 10/10 Dieter Horny


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