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Dem Architect aus Berlin ist kalt. Bodennebel wabert durch die Straße, in der kondensierter Atem zu Boden fällt und eingefrorene Blicke sich nach Großportionen Hühnersuppe sehnen. When it gets cold, you make my soul warm. Wer anhand des Titels allerdings auf angenehm temperierte Lovesongs tippt, hat sich natürlich karloff-gemäß geschnitten. Denn des Architects Konstrukte aus subtilen Acidlines, Gameboy-Frickelfunk, fiesem Gezirpe und metallischen Klonks sind alles andere als kuschelig und beweisen weniger Herz denn Arsch in der Hose, um im richtigen Moment das falsche Gefühl zu vermitteln. Geborgenheit holt man sich besser woanders – Musik für frostige Großstadt-Einzelgänger. [5/6] Sanomat