Mit “The Eye That Sees Us All” veröffentlicht Shaun Reeves am heutigen Freitag seine lang erwartete Debüt-LP auf Visionquest.

Mit dieser neuen Platte kehrt der in Michigan geborene und jetzt in LA lebende Künstler in die Underground-Welt zurück, in der er sich noch immer Zuhause fühlt. Nachdem er jahrelang als Teil des Visionquest-Kollektivs durch die Welt getourt war, landete er an einem musikalischen Ort, den er nicht mehr mochte oder wiedererkannte. Als die Mitglieder beschlossen, sich für eine Weile auf ihr eigenes Ding zu konzentrieren, sank er still und glücklich zurück in seine ursprünglichen Gefilde in Berlin zurück, versteckt vom Rummel. Dort spielte er kultivierte und gemütliche Partys im Club der Visionäre, hing mit Freunden ab und fand wieder zu den Klängen zurück, die er immer am meisten liebte.

Es folgten intensive Jahre konzentrierter Studioarbeit und das Eintauchen in die modulare Welt der Synthese. Reeves experimentierte, schuf neue Tracks und kehrt nun mit “The Eye That Sees Us All” zurück, ein Album, das er selbst als ein “musikalisches Statement der Dankbarkeit” bezeichnet.

Der Titeltrack eröffnet mit einem aalglatten Minimal-Groove und eindringlichen Gesangsklängen, die einen sofort tief in Reeves’ einzigartig atmosphärische Welt hineinziehen. “Lucy Sky Diamond” ist nach Reeves Spaniel Lucy benannt, der ihm in den letzten Jahren treu zur Seite stand. Der Track ist ein erhabenes Stück tiefen und berauschenden House mit balsamischen Neon-Pads, die sich in die nächtliche Seele legen. Die nervösen Drumhits und der knorrige Bass von “Arethusa” sind eher sprudelnd und melodisch und machen Lust auf mehr. “Temple Day” spielt mit einem elektro-angehauchten Sound, der sorgfältig mit brillanten kosmischen Flächen und außerirdischen Effekten detailliert wird.

Diese subtilen cineastischen Details bestimmen die Platte, während sie sich durch das “Clair de Lune” zieht, das voller himmlischem Charme und Optimismus ist. Nach den perfekt zurückgenommenen und druckvollen Keller-House-Sounds von “Morose”, kommen die bedrohlicheren Bässe und die unheimliche Pad-Arbeit von ” 5 Signs”, dann der außergewöhnliche Abschluss “Tropik Sadness” feat. Falco Nero. Die schrägen Vocals und die gelehrten Bass-Twangs vermitteln ein echtes Gefühl von Paranoia und Unbehagen, das einen unauslöschlichen Eindruck hinterlässt.

“The Eye That Sees Us All” ist seit heute, dem 23. Juli, via deejay.de erhältlich.

Tracklist:
A1 The Eye That Sees Us All
A2 Lucy Sky Diamond
B1 Arethusa
B2 Temple Day
C1 Clair de Lune
C2 Morose
D1 5 Signs
D2 Tropik Sadness feat. Falco Nero

 

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