prodigy


Seit Anfang der 1990er Jahre sind The Prodigy auf Krawall aus. Vor allem live, aber auch im Studio. Gerade ist ihr neues Album „The Day Is My Enemy“ bei Universal erschienen. Wir haben die Band in London getroffen und zum Cover-Interview gebeten. Hier schon einmal ein kleiner Auszug aus diesem Gespräch.
FAZEmag: Einer britischen Zeitung hast du ein Interview gegeben, in dem du zwar keine Namen nennst, aber über DJs herziehst, die nicht live auflegen, sondern nur ein vorproduziertes Set abspulen. Ist das inzwischen gang und gäbe?

Liam Howlett: Das scheint heute wirklich normal zu sein. Ich meine, die Geschichte dahinter ist, dass ein Typ, der als Lichtmensch für uns arbeitet, auch bei einigen DJs aushilft. Ich nenne da bewusst keine Namen. Aber er hat uns erzählt: „Ich spiele das Set für einen bekannten DJ.“ Was ich erst nicht glauben konnte: „Wie meinst du das?“ Und darauf er: „Nun, er hat es komplett zu Hause vorproduziert.“ Ich hielt das erst für einen Witz, aber es stimmt: Er hat das Licht für diesen DJ gemacht und gleichzeitig dessen Musik abgefahren. Was verrückt ist und einfach zu weit geht. Sind wir wirklich an dem Punkt, wo Leute nichts mehr live machen? Darüber hatte ich neulich auch ein gutes Gespräch mit Sven Väth. Wir waren zusammen auf Australien-Tour, und er ist jemand, den wir sehr respektieren, weil er ein DJ alter Schule ist. Also jemand, der wirklich noch Platten mixt. Und wir stimmten mit ihm überein – auch in Bezug auf den Zoff, den er mit David Guetta hatte. Da haben wir ihm alle Beifall geklatscht. Denn er ist wie wir und wir mögen ihn. Also Sven Väth – nicht David Guetta.

 

Das komplette Interview lest ihr in der April-Ausgabe des FAZEmag.

 

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