Nahezu aus dem Nichts tauchte der junge Südafrikaner Themba Anfang des Jahres auf und erregte mit seiner Debüt-EP „Paliva“ großes Aufsehen. Sein größter Förderer ist sein Landsmann Black Coffee, der den in Johannesburg aufgewachsenen Techno-DJ und -Producer seine ersten Gigs auf Ibiza besorgte.

 

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Erzähl uns doch mal etwas über die elektronische Musikszene in Südafrika.

Tanzmusik ist sehr groß in meinem Land. Meine Landsleute lieben es zu singen und zu tanzen, daher verfügen wir über eine große Tanzkultur und -szene, die alle Arten von elektronischer Musik bietet. Südafrika hat mehr DJs pro Kopf als jedes andere afrikanische Land. Ich würde sagen, auf dem afrikanischen Kontinent stehen wir im Mittelpunkt der elektronischen Musik und das sieht man an der Zahl der globalen Festivals und Veranstaltungen, die Südafrika auch als Berührungspunkt haben. Wir haben eine sehr gesunde und blühende Szene.

Black Coffee ist ein großer Fan und Supporter von dir. Wie hast du ihn kennengelernt?

Ich traf Nathi (Nkosinathi Innocent Maphumulovor lautet der bürgerliche Name von Black Coffee) vor etwa 15 Jahren durch gemeinsame Musikfreunde und wir sind seitdem Freunde. In Südafrika ist es in unserer Kultur üblich, sich gegenseitig zu unterstützen, das nennt sich „Ubuntu“. Black Coffee supportet die Szene sehr leidenschaftlich und macht sie international bekannt.

Deine Debüt-EP „Paliva“ war auf Platz 1 der Techno-Charts. Wie fühlt es sich an, wenn man sowas realisiert?

Das hat mich wirklich umgehauen. Ich habe wirklich viel Zeit damit verbracht, meinen Sound zu dem zu machen, was er heute ist, und es war eine umwerfende Erfahrung zu sehen, wie man weltweit meinen Sound auf diese Art und Weise aufgenommen hat. Ich wollte einfach mehr Emotionen und mehr afrikanischen Einfluss in Techno bringen. Mein größtes Ziel ist es, Musik zu machen, die mehr emotional als funktional ist, und ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg.

Dieses Jahr spielst du deine erste Saison auf Ibiza. Was sind deine größten Eindrücke von deinen bisherigen Shows?

Die Ausmaße der Veranstaltungen ist im Vergleich zu Südafrika enorm und das Clubbing auf der Insel wird wirklich sehr professionell betrieben, was sehr beeindruckend ist. Bisher habe ich wirklich viel gelernt und all die Erfahrungen auf der Insel helfen mir, ein besserer Künstler zu werden.

Wenn du ein Jahr zurückdenkst, hättest du dir das jemals ausmalen können, wie weit deine Karriere jetzt schon fortgeschritten ist?

Auf keinen Fall. Mein Ziel war es, in den nächsten ein oder zwei Jahren bei einem respektablen Label unterzukommen und hoffentlich im nächsten Jahr einen Gig auf Ibiza zu spielen. Bis jetzt war es eine erstaunliche Reise und alles hat sich über meine Erwartungen hinaus entwickelt. Ich bin extrem gesegnet und es zeigt, was passiert, wenn man die Musik an die erste Stelle setzt. 

Deine Pläne für den Rest des Jahres? EPs, Remixe usw.?

Es kommen weitere EPs raus – auf Knee Deep In Sound wieder eine und eine auf Yoshitoshi. Ich mache ständig Musik und bis jetzt war ich sehr inspiriert von Ibiza und was ich gesehen und gelernt habe, so dass meine Kreativität momentan geradezu sprudelt. Mein Hauptziel in diesem Jahr ist es, so viel wie möglich über diese Szene und die Musik zu lernen.

Deine aktuellen Top-5-Tracks

1. Definition – Relinquished.
2. Themba – Who Is Themba
3. Themba – I Will Do Better
4. Honey Dijon – Thunda (Rampa Remix)
5. Ten Walls – Age Well

Aus dem FAZEmag 077/07.2018
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