Time Warp: Polizei verkündet fast 200 Strafanzeigen

Beim Techno-Festival Time Warp in Mannheim haben am vergangenen Wochenende laut Polizeiangaben bis zu 19.000 Besucher gefeiert.

Rund um das Gelände des Maimarkts war die Polizei mit zahlreichen Kräften im Einsatz und zog nun eine umfassende Bilanz. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim wurden insgesamt 193 Strafanzeigen registriert.

Der Großteil entfällt auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz: 166 Personen müssen sich in diesem Zusammenhang verantworten. Die Einsatzkräfte führten umfangreiche Kontrollen durch.

Mehr als 110 Fahrzeuge und über 520 Personen wurden überprüft. Neben Beamten vor Ort waren auch Verkehrspolizisten sowie Kräfte des Hauptzollamts Karlsruhe beteiligt, die insbesondere An- und Abreisewege kontrollierten.

Die Polizei stellte verschiedene Drogen sicher, darunter 40,86 Gramm Kokain, 6,31 Gramm LSD sowie sechs Trips LSD, vier Gramm Heroin, 38 Gramm Amphetamin, 15,9 Gramm Methamphetamin/Chrystal, 203 Ecstasy-Tabletten, 15,9 Gramm MDMA und 1,5 Gramm Ketamin sowie Kleinstmengen an Cannabis-Produkten.

Drei Autofahrer standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Sie mussten Blutproben abgeben und erwarten nun entsprechende Straf- oder Bußgeldverfahren. Zudem wurden Sicherheitsleistungen von mehr als 17.000 Euro erhoben.

Auch auf dem Gelände kam es zu Straftaten. In 16 Fällen wurden Besuchern Halsketten gewaltsam entrissen, nachdem Täter unbeobachtete Momente in Menschenmengen ausgenutzt hatten. Ein 36-jähriger Verdächtiger konnte ermittelt werden.

Darüber hinaus registrierte die Polizei zwei Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Teil der Einsatzmaßnahmen war auch internationale Zusammenarbeit mit französischen Polizeikräften.

Trotz der Vorfälle bewertet die Polizei den Verlauf der Veranstaltung insgesamt als friedlich. Lediglich fünf Anwohnerbeschwerden wegen Ruhestörung wurden bekannt. Ein Blick auf die Vorjahre zeigt Unterschiede im Umfang der Maßnahmen.

2025 wurden 183 Strafanzeigen erfasst, davon 172 im Zusammenhang mit Drogen. 2024 lag die Zahl bei 449 Anzeigen, darunter 381 wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Quelle: Die Rheinpfalz

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