
Der plötzliche Tod von Jan Turner erschüttert die Hamburger Musik- und Nachtleben-Szene. Der DJ, Barmann und Autor war eine feste Größe auf dem Kiez, bekannt für seinen scharfsinnigen Humor und seine klaren Ansichten.
Besonders als Mitbegründer der Lesebühne „Tintenkiller“ hinterließ er Spuren. Das geplante fünfjährige Jubiläum der Bühne am 27. Februar steht nun unter einem traurigen Stern. Auch das Team des „Gun Club“, wo Turner regelmäßig auftrat, zeigt sich fassungslos:
„Es gibt keine Worte, die unsere Gefühle in dieser Situation auch nur annähernd beschreiben könnten.“ In den sozialen Medien bekunden viele Wegbegleiter ihre Trauer, darunter auch das Team der Bar „Sorgenbrecher“, wo Turner montags hinter dem Tresen stand: „Der Montagsschnaps wird nie wieder DER Montagsschnaps.“
Turner wurde am Freitagabend bewusstlos an der Stresemannstraße gefunden und ins Krankenhaus gebracht, wo er trotz Reanimationsmaßnahmen verstarb. Die genaue Ursache ist noch unklar, vieles deutet auf einen Herzinfarkt hin.
Sein Mitbewohner berichtet auf Facebook, dass die Polizei ihn in der Nacht informierte, während Turners Vater erst später von engen Vertrauten benachrichtigt wurde. Turners Familie sei gesundheitlich angeschlagen und überfordert von der Situation, weshalb er um Unterstützung bitte.
In den kommenden Tagen soll es weitere Informationen zu einer würdevollen Verabschiedung geben. „Turner, mit Dir verliert die Welt viel zu früh einen ihrer besten Menschen“, heißt es in einem Nachruf auf Facebook.
Sogar aus der Politik wurden Stimmen laut. Quartiersmanagerin und SPD-Politikerin Julia Staron schreibt, sie sei „total geschockt“ und ergänzt, „Es gehen viel zu viele von den Guten…“. Eine genaue Todesursache bleibt vorerst ungeklärt.
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