Tod von Ibiza-DJ – Drogen oder Polizeigewalt Vater untersucht des Tod seines Sohnes

Tod von Ibiza-DJ – Drogen oder Polizeigewalt Vater untersucht des Tod seines Sohnes

Der Tod von DJ Godzi auf Ibiza beschäftigt weiterhin Ermittler und Familie.

Nun wurde sein Vater, Giuseppe Noschese, offiziell von einer mobilen Einsatzgruppe in Rom angehört. Der 36-jährige Neapolitaner, der seit zwölf Jahren auf der Baleareninsel lebte, starb am 19. Juli unter bislang ungeklärten Umständen (FAZEmag berichtete).

Spanische Ermittler gehen davon aus, dass er während eines Einsatzes der Guardia Civil an einem Herzinfarkt infolge von Drogenmissbrauch starb. Die Beamten waren eingeschritten, nachdem der DJ einen Nachbarn bedroht haben soll.

Während der Festhaltung sei es laut dieser Darstellung zu dem tödlichen Vorfall gekommen. Die Familie widerspricht dieser Version jedoch deutlich. Nach Ansicht der Angehörigen könnte der Tod durch Gewaltanwendung verursacht worden sein.

Eine in Spanien durchgeführte Autopsie ergab keine Verletzungen, die mit Schlägen vereinbar wären. Private Untersuchungen der Familie deuten hingegen auf gebrochene Rippen hin. Die Anhörung von Giuseppe Noschese dauerte rund zweieinhalb Stunden.

Dabei legte er den Ermittlern eine detaillierte Darstellung der Ereignisse sowie Hinweise auf mögliche Unstimmigkeiten in der bisherigen Aufarbeitung vor. Der Vater gilt als einer der weltweit führenden Experten im Management polytraumatisierter Patienten.

Seine Aussagen könnten daher eine zentrale Rolle bei der weiteren Bewertung der medizinischen Befunde spielen. Für den 1. April ist eine weitere Anhörung im Polizeipräsidium Rom angesetzt, bei der seine Aussagen offiziell protokolliert werden sollen.

Parallel wurden die Ergebnisse einer in Italien durchgeführten Autopsie erfasst und hinterlegt. Diese Untersuchung soll als Grundlage für eine unabhängige medizinisch-rechtliche Bewertung dienen und mit den Ergebnissen aus Spanien verglichen werden.

Ermittler konzentrieren sich nun auf mögliche Diskrepanzen zwischen den bisherigen Rekonstruktionen. Noschese erklärte: „Ich vertraue voll und ganz auf die Arbeit der italienischen Justiz“ und ergänzte, er betone ausdrücklich „die Notwendigkeit, vollständige Klarheit über das Geschehen an meinem Sohn zu schaffen. Ich suche nichts anderes als Wahrheit und Gerechtigkeit.“

Aufgrund seiner Komplexität könnte der Fall über den Einzelfall hinaus Bedeutung erlangen und weitere Untersuchungen zu ähnlichen Vorfällen in Spanien nach sich ziehen.

Quelle: Il Mattino

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