Tomorrowland kommt nicht zur Ruhe: Gast verstirbt in Klinik

Tomorrowland kommt nicht zur Ruhe: Gast verstirbt in Klinik

Ein tragischer Todesfall überschattet den Auftakt des diesjährigen Tomorrowland-Festivals im belgischen Boom bei Antwerpen.

Wie die Staatsanwaltschaft Antwerpen am Samstag mitteilte, ist eine 35-jährige Kanadierin verstorben. Sie gehörte zu den zehntausenden Besuchern des Eröffnungsabends am Freitag und wurde nach plötzlichem Unwohlsein in eine Klinik gebracht.

Dort sei sie laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft für tot erklärt worden. „Es seien Ermittlungen zu den Umständen ihres Todes eingeleitet worden“, heißt es weiter. Das Tomorrowland zählt zu den größten Festivals für elektronische Musik weltweit.

Über zwei Wochenenden hinweg werden rund 400.000 Menschen erwartet. Auf den Bühnen standen und stehen internationale Top-DJs wie David Guetta, Lost Frequencies oder Charlotte de Witte.

Trotz der hochkarätigen Line-ups steht das Festival nun erneut wegen tragischer Vorkommnisse im Fokus – nur wenige Tage zuvor hatte ein massiver Brand für Aufsehen gesorgt. Am Mittwochabend geriet die Hauptbühne in Brand, die Flammen und riesige Rauchwolken waren kilometerweit sichtbar (FAZEmag berichtete).

Der Brand löste kurzzeitig Spekulationen über eine mögliche Absage des Festivals aus. Die Veranstalter reagierten jedoch schnell: Eine Ersatzbühne wurde in Rekordzeit errichtet, sodass der Festivalauftakt am Freitagabend wie geplant stattfinden konnte.

Doch die Feierlaune wurde nun durch den Tod der Kanadierin überschattet. Die Ermittlungen der Behörden laufen, Details zu den Todesumständen liegen bislang nicht vor. Der aktuelle Todesfall reiht sich ein in eine traurige Serie von Vorfällen, die das Image des Festivals seit Jahren belasten.

Bereits 2023 kam es zu zwei Todesfällen: Ein 35-jähriger Mann aus Thailand wurde tot aufgefunden, bei ihm vermutete die Staatsanwaltschaft überhöhten Drogenkonsum. Nur eine Woche zuvor starb ein Crewmitglied auf dem Zeltplatz.

Auch in früheren Jahren wurden ähnliche Vorfälle bekannt, die häufig im Zusammenhang mit Drogenkonsum standen. Im Jahr 2019 kollabierte ein 27-jähriger Besucher aus Indien auf dem Festivalgelände und verstarb später, auch hier stand der Verdacht auf Drogeneinfluss im Raum.

2018 starben zwei weibliche Besucherinnen an einer Wasservergiftung, die nach dem Konsum von Ecstasy auftrat. Bereits 2012 war eine 26-jährige Frau auf dem Festivalgelände an einer Überdosis verstorben.

Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen, medizinischer Versorgung vor Ort und Aufklärungskampagnen sind tragische Vorfälle auf Festivals dieser Größenordnung keine Seltenheit.

Für Tomorrowland bedeutet der aktuelle Todesfall einen weiteren schweren Rückschlag in einem ohnehin turbulenten Jahr – und wirft erneut Fragen zur Sicherheit und Prävention auf dem Gelände auf.

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger

Das könnte dich auch interessieren:

Loveparade: Stiftung, Gedenkstätte & Trauer-Event verschwinden