
Es war eine schockierende Meldung, die in die Geschichtsbücher der Festival-Historie eingehen wird: Der Brand der Tomorrowland-Mainstage nur zwei Tage vor Beginn des Festival-Wochenendes erforderte von Seiten der Veranstalter schnelles Handeln und Krisenmanagement. Was tatsächlich Ursache des Brands gewesen ist, geriet dabei schnell in den Hintergrund. Gerüchten zufolge und laut einigen Medienberichten könnte ein Test mit Pyrotechnik Ursache gewesen sein. Der Pyro-Lieferant des Festivals gab jetzt ein Statement ab.
Jahrelang stand die imposante Mainstage des Tomorrowland-Festivals für aufwendiges Stage-Design, das von der Aufmachung her eher an Disneyland-Kulissen erinnerte als an klassische Bühnenbauten. Aufwendige Bühnentechnik, ausgefeilte Lichtshows, Feuerwerk und Pyro zählten zu den Hauptelementen, die das Herz des international besuchten EDM-Happenings neben Headline-Bookings erst zu dem machten, wofür es seine Berühmtheit erlangte. Zahlreiche andere Veranstalter, wie etwa die des Parookaville bauten in den Folgejahren ähnliche Bühnen und setzten neue Maßstäbe.
In diesem Jahr schien plötzlich alles anders, als nur zwei Tage vor dem geplanten Start des Festivals die Mainstage in kürzester Zeit nahezu komplett abbrannte – Bilder, die weltweit durch die Medien gingen, ein Desaster für die Veranstalter und Besucher.
Nichtsdestotrotz ließen sich die Veranstalter, das niederländische Unternehmen ID&T, nicht davon beirren und bauten in Rekordzeit eine neue Ersatzbühne, die wesentlich dezenter ausfiel und die DJs wieder in den Fokus rückten.
Für das zweite Wochenende des Festivals soll die Ersatzbühne erhalten bleiben. Nun rückt die Ursache des Brands wieder in den Fokus und wie diese überhaupt ermittelt werden kann. Zahlreiche Medien reproduzierten die Vermutung, dass ein Test mit Pyrotechnik der Grund für das verheerende Feuer gewesen sein könnte.
Pyrofoor de Amsterdam, Veranstaltungstechnik-Dienstleister aus Almere in den Niederlanden und langjähriger Pyro-Lieferant des Tomorrowland, dementierte diese Gerüchte gerade und gab dazu eine öffentliche Stellungnahme ab.
Das Unternehmen zeigte sich erschüttert über das Unglück. An der Ausbruchsstelle des Feuers habe sich jedoch keine Pyrotechnik oder Effekte gegeben. Anders als medial spekuliert, gab es laut Pyrofoor auch keine Tests der Pyrotechnik. Man kooperiere mit den zuständigen Behörden und unterstütze laufende Ermittlungen.
Im Statement via Instagram heißt es: „Wir sind zutiefst erschüttert über den Brand während des Aufbaus von Tomorrowland.“ Weiter: „Anhand der uns derzeit bekannten Fakten, wie Bilder und der Ort des Brandausbruchs, können wir jedoch zu dem Schluss kommen, dass Feuerwerkskörper nicht die Ursache waren.“
Gleichzeitig lobte Pyrofoor die Veranstalter des Tomorrowland, die „in Rekordzeit eine (neue) Bühne“ aufgebaut hätten, sodass das Festival doch wider Befürchtungen planlos verlaufen konnte. Das Unternehmen selbst habe sein Bestes gegeben, um trotz des Feuers Spezialeffekte und Feuerwerk auf der Ersatzbühne umsetzen zu können.
Das Instagram-Statement von Pyrofoor de Amsterdam:
Quelle: DJ Mag
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