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Tonstudio entpuppte sich als Drogenküche und explodierte – Bild von Bernd Knoppe


Am Montag Abend gab es in der Kölner Innenstadt einen enormen Knall. In einem Keller eines Mehrfamilienhauses explodierten zwei Propangasflaschen. Die als Tonstudio getarnte Drogenküche explodierte gegen 19:30 Uhr. Die beiden Männer, die sich zu der Zeit in dem Keller befanden, wurden regelrecht aus dem Keller heraus katapultiert und wollten trotz schwerster Verletzungen flüchten. Die Flucht gelang beiden nicht. Der 35-Jährige brach noch im Innenhof zusammen. Der 32-Jährige rannte brennend davon und kollabierte wenige Straßen weiter, er verlor durch die Explosion beide Hände.

Die Explosion war so heftig, dass ein ganzer Müllcontainer, der sich im Innenhof befand, zehn Meter in die Höhe schoss und in eine Fensterscheibe des Mehrfamilienhauses krachte.

Statt Musik produzierten zwei Männer in dem sogenannten Tonstudio Drogen. Laut Angaben der Polizei wurden zahlreiche Hinweise gefunden, die darauf schließen lassen, dass die beiden Männer in dem Keller synthetische Drogen wie zum Beispiel Ecstasy und Amphetamin herstellten.

Beide Männer liegen derzeit im Koma. Der 32-Jährige erlitt schwere Verletzungen, der 35-Jährige schwebt in Lebensgefahr.

Die Nachbarn sind schockiert. Sie haben regelmäßig Pakte für den jungen Mann angenommen, die aus unterschiedlichen europäischen Ländern kamen. Wahrscheinlich befand sich in diesen Pakten Material und Equipment für das Herstellen der Drogen.
Weiter erzählt die Nachbarschaft, dass der 32-Jährige erst kürzlich Vater geworden sei und des Öfteren auch mit dem Säugling in das „Tonstudio“ gegangen ist.

Die Ermittlungen dauern an.

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