Totes Baby auf Festival – FBI schaltet sich ein

Fast drei Wochen nach dem Fund eines toten Neugeborenen auf dem Electric Forest Festival in Michigan laufen die Ermittlungen weiter.

Nun hat sich auch das FBI eingeschaltet und setzt eine Belohnung von bis zu 15.000 US-Dollar, umgerechnet ca. 13.130 Euro, für Hinweise aus, die zur Identifizierung, Festnahme und Verurteilung der verantwortlichen Person oder Personen führen.

Der Fall geht auf den 28. Juni zurück. An diesem Tag bestätigte die Staatspolizei von Michigan, dass Reinigungskräfte das tote Baby bei Wartungsarbeiten in einer mobilen Toilette auf dem Festivalgelände entdeckt hatten (FAZEmag berichtete). Die Behörden erklärten damals, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe und die Ermittlungen andauern.

Das Electric Forest zählt zu den größten Festivals für elektronische Musik in den USA. Die diesjährige Ausgabe fand vom 25. bis 28. Juni auf der Double JJ Ranch in Rothbury im Bundesstaat Michigan statt und zog rund 50.000 Besucher an.

Am 13. Juli veröffentlichte die Staatspolizei ein neues Ermittlungsupdate. Darin heißt es, dass das Federal Bureau of Investigation die Untersuchungen unterstützt und eine Belohnung von bis zu 15.000 US-Dollar auslobt. Diese soll Hinweise fördern, die zur Aufklärung des Falls beitragen.

Gleichzeitig betonten die Ermittler, weiterhin auf eine umfassende Aufarbeitung des Geschehens hinzuarbeiten. „Wir sind zuversichtlich, dass die fortgesetzten Ermittlungsbemühungen in Verbindung mit forensischen Erkenntnissen letztendlich zur Identifizierung des Verantwortlichen führen werden.“

 

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Nach Angaben der Staatspolizei deuten die vorläufigen Ergebnisse der Obduktion darauf hin, „dass das Kind lebensfähig war und lebend geboren wurde“. Zugleich erklärten die Behörden, dass zahlreiche Details aus Gründen des Ermittlungsverfahrens derzeit nicht veröffentlicht werden könnten. Trotz vieler Spekulationen wolle man die Integrität der Untersuchungen schützen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es Menschen gibt, die entscheidende Informationen besitzen, sich bislang jedoch nicht gemeldet haben. Deshalb appellieren die Behörden erneut an mögliche Zeugen, Hinweise weiterzugeben.

Bereits am 10. Juli waren die Ermittler einer Spur zu einer Festivalbesucherin aus der Region Muskegon nachgegangen. Die Frau wurde identifiziert und ausführlich befragt. Nach Angaben der Polizei kooperierte sie vollständig mit den Behörden und gilt inzwischen nicht mehr als Verdächtige.

Bislang wurde im Zusammenhang mit dem Todesfall niemand festgenommen. Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Die Behörden hoffen nun, mithilfe neuer Hinweise und der forensischen Untersuchungen den Fall aufklären zu können.

Quelle: Far Out

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