Traumer


Auch eine neue Erkenntnis für mich: 8 Stücke werden im Pressetext als EP verkauft, da kann man doch gleich ein Album deklarieren. Da das Produkt auch als 2 x 12“ anlandet, vielleicht nicht verkehrt, um dem guten alten Vinyl den Rücken zu stärken. Für mich ist das ein Longplayer und so legt Romain Reynaud mit dem funky bass-driven Stück “Hoodlum“ los. Jazzy Melodien auf analogen Geräten und oldschool Drumsounds verabreichen Dosen an Charme, was ihn nicht davon abhält gleich mal die Seite ins dunkle Fach zu wechseln und hart der Technofraktion auf den Zahn zu fühlen (“Insola“). Detroit lässt mit distorsiver Rhythmik grüßen, ebenso bei “Shuttering“. Arpeggios kommen zum Einsatz (“Static Run“) und begleiten den famosen Groove. ´Die zweite 12“ geht Roman leicht minimalistischer an, wobei das bei diesem Bums an Beat schon fast ironisch klingt. Markante und mäandernde Synthielines (“Wasp“, “Mobius“) runden einen dominanten und prägnanten Longplayer ab, der sich auf die Basics besinnt. Feine, griffige und Straight-In Ya-Face Vorstellung. 9/10 Points Cars10.Becker.