Tresor.West resümiert Gratis Eintritt und erklärt steigende Kosten

Tresor.West resümiert Gratis Eintritt und erklärt steigende Kosten

Tresor.West, die Dortmunder Schwester des legendären Berliner Nachtclubs, hat vor einigen Monaten für Aussehen gesorgt, als im Rahmen des Kampfes gegen das Clubsterben eine Partyreihe ohne Eintritt eingeführt wurde (FAZEMag berichtete).

Die sogenannten „Community Nights“ wurden u. a. auch von Tresor-Gründer Dimitri Hegemann als großer Erfolg bezeichnet. Da sich das Jahr dem Ende neigt, verspricht der Club nun weiterhin Transparenz und spricht dabei seine Community direkt an.

Unter dem Titel „Was kostet Clubkultur?“ führen die Betreiber nun auch ihren Dialog mit der Szene fort. Der Club habe sich „im Zuge der #SaveTheUnderground Kampagne“ aus mehreren Gründen entschieden „niedrigschwelliges Ausgehen“ weiterhin möglich zu machen.

Man wolle eine Absage an die zunehmende Verschiebung von subkulturellen Räumen in den Mainstream erteilen, heißt es auf Instagram. „Damit einher gehen auch steigende DJ-Gagen. Darüber hinaus wollen wir unsere Community und die lokale Szene stärken und Clubkultur auch abseits von Metropolen erhalten.“

Nach Aussagen der Veranstalter sei Tresor.West nicht-kommerziell ausgerichtet und basiere auf der Arbeit von vielen Menschen, die „Clubkultur, Musik und Gemeinschaft leben und lieben“. Es ginge ausschließlich darum, Kosten zu decken. Diese kämen auf, u. a. bei

DJ-Gagen, Booking-Gebühren, Reisen, Verpflegung, Personalkosten in der Produktion (Security, Nachtmanagement, Tür/Awareness, Kasse, Garderobe, Theke, Runner), Miete, Personalkosten im Backoffice, Getränkeaufwand, digitaler Infrastruktur, Marketing, Nebenkosten, Gebäudeinfrastruktur, und sonstigen Faktoren.

In den Kommentarspalten erfährt der Club eine Welle an Solidarität, Dankbarkeit und Support. Ein User sorgt sich aber auch: „Wie geht es dem Club denn generell? Hat sich die Lage nach den Community Nights im Frühjahr erholt? Es wäre echt schade, würde auch dieser Club zugrunde gehen.“

„Wir erhoffen uns von der Darlegung unserer Kostenpunkte, dass ein Verständnis für die Zusammensetzung und Höhe unserer Ticketpreise entsteht“, so Tresor.West. „Clubs sind bedroht, deshalb wollen wir ermutigen, unsere Kulturorte durch Besuche zu unterstützen und eine authentische Clubkultur erhalten.“

 

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