Trump begnadigt Online-Drogen-Millionär Ross Ulbricht

Ross Ulbricht, der Betreiber des Online-Handelsplatzes Silk Road wurde von US-Präsident Trump trotz seiner lebenslangen Verurteilung begnadigt. Trump gab im Onlinedienst Truth Social an: „Ich habe gerade die Mutter von Ross William Ulbricht angerufen, um ihr mitzuteilen, dass es mir eine Freude war, zu ihren Ehren und zu Ehren der libertären Bewegung, die mich so stark unterstützt hat, eine vollständige und bedingungslose Begnadigung ihres Sohnes zu unterzeichnen“.

Viele kennen Ulbricht noch. Er hatte den Dorgenumschlagsplatz Silk Road betrieben und war damit zum Millionär geworden. Doch man konnte nicht nur Drogen auf der Website kaufen, sondern auch Waffen und gefälschte Dokumente und sogar Auftragsmörder anheuern.

Bezahlt wurde auf der Plattform mit der Digitalwährung Bitcoin. Doch 2015 kam das Aus für die Seite und Ulbricht: er wurde unter anderem wegen Drogenhandels schuldig gesprochen und zu zwei lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Die Begnadigung ist Teil von Trumps Wahlversprechen. Der 78-Jährige hatte großzügige Wahlkampfspenden für seine Unterstützung der Krypto-Branche erhalten. In dieser genießt Ulbricht große Popularität, da seine Plattform eine der ersten den Einsatz der digitalen Währung Bitcoin vorantrieb.

Man kritisiert seine Verurteilung als übermäßigen staatlichen Eingriff in die freie Marktwirtschaft. Vor allem Libertäre, die für die Abschaffung von Sozialleistungen, einen unregulierte Wirtschaft und die Legalisierung von Drogen eintreten unterstützten Ulbricht.

Trump hat nicht nur Ulbricht, sondern auch alle, die wegen der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar 2021 verurteilt wurden, begnadigt. Darunter sind auch einige Anhänger rechtsradikaler Gruppen. Viele Menschen reagierten darauf höchst empört, selbst Leute aus Trumps direktem Umfeld. Da kommt bestimmt noch die ein oder andere Überraschung auf uns zu.

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