Umweltschutz und Klimawandel werden heutzutage ein immer größeres und wichtiger werdendes Thema. Wer schon einmal auf einem Wochenend-Festival war weiß, dass davon dort leider nichts zu sehen ist. Denn zurück bleiben nicht nur Massen an Plastikmüll, sondern auch Möbel, Zelte und ja, sogar mitgebrachte Toiletten.

In Großbritannien möchten Festivalveranstalter nun dagegen vorgehen. Über 60 Festivals verbieten nun das Mitbringen und Erwerben von Einweg-Zelten, die nach einem Wochenende meist lieblos zurückgelassen werden. Für den Raum Großbritannien wird geschätzt, dass jedes Jahr etwa 250.000 Einwegzelte auf dem Campingplatz bleiben. Da das Material natürlich nicht biologisch abbaubar oder recyclebar ist, landen diese auf der Mülldeponie. Auch Wohltätigkeitsorganisatoren können die Zelte nicht wiederverwenden.

Die Association of Independent Festivals (AIF) hat nun dazu angestoßen, dass Festivalbesucher ihre Zelte wieder mit nach Hause nehmen sollen. Der CEO von AIF, Paul Reed, sagt dazu: „Wir fordern die großen Einzelhändler auf, die Vermarktung und den Verkauf von Zelten und anderen Campingartikeln als Einwegartikel einzustellen und von der Einwegkultur zu profitieren. AIF startet diese Kampagne, um das Bewusstsein zu schärfen und verlassene Zelte als Teil des Einweg-Kunststoffproblems hervorzuheben. Die Botschaft hier ist, kein teureres Zelt zu kaufen – mit einem einzigen Zelt, das die gleiche Menge Plastik enthält wie mehr als 8.700 Plastikstrohhalme, kann das Festivalpublikum positive Maßnahmen ergreifen und seinen CO2-Fußabdruck reduzieren, indem es sein Zelt einfach mit nach Hause nimmt und wiederverwendet, damit es in diesem Sommer nicht zum Einmalgebrauch wird.“

Finden wir eine super Sache, die es auch in Deutschland geben sollte! Denkt an euer Zelt und besonders an eure Umwelt. Auch während des Festivals!

 

 

 

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