UK-Techno-Fans aufgepasst: Lachgas soll verboten werden

UK-Techno-Fans aufgepasst: Lachgas soll verboten werden / Foto von Wilfried Wende

Im Alter zwischen 16 und 24 ist Lachgas oder genauer gesagt Distickstoffoxid die am zweithäufigsten konsumierte Droge im Vereinigten Königreich. Minister Michael Gove befürwortet eine jetzt von der Regierung in Gang gebrachte Gesetzesänderung. Er begründet seine Sicht der Dinge mit der „potenziell schädlichen Wirkung“ auf das Gehirn und das Nervensystem junger Menschen. Dies erläuterte Gove in einer britischen Sonntagssendung.

Letzte Woche veröffentlichte die  Regierung ein Statement, sie wolle verstärkt gegen Lachgas vorgehen. Gestern wurde angekündigt, dass der Besitz oder Verkauf der Droge gemäß des sogenannten „Misuse of Drugs Act“ von 1971 in Zukunft illegal sein wird.

„Ich denke, dass jeder, der schon mal die Gelegenheit hatte, durch unsere Parks in unseren Großstädten zu spazieren, diese kleinen silbernen Kapseln gesehen hat. Sie sind nicht nur ein Beispiel dafür, dass Menschen den öffentlichen Raum verschandeln, sondern auch eine Droge nehmen, die eine psychologische und neurologische Wirkung haben kann und insgesamt zu antisozialem Verhalten beiträgt“, fügte der konservative Politiker hinzu.

Der „Advisory Council on the Misuse of Drugs“ (ACMD), der die Regierung in Fragen von Drogen und ihren Auswirkungen berät, widerspricht jedoch dem Gesetzesvorschlag der Regierung. Der ACMD erklärte Anfang des Monats, dass die Strafen für den Konsum und den Besitz von Rauschgift in keinem Verhältnis zum Ausmaß der mit der Droge verbundenen Schäden stünden.

Die neuen Gesetze sind Teil einer neuen härteren Gesetzgebung für die Beschränkung von Drogen. Die Regierung will härter durchgreifen: Ab sofort ist die Herstellung oder Lieferung von Lachgas für den Konsum gemäß dem Psychoactive Substances Act von 2016 illegal. Bald wird auch der Besitz, sowie die Einfuhr und der Vertrieb illegal sein.

Die Night Time Industries Association (NTIA) erklärte, sie begrüße die Ankündigung der Regierung: „Die Branche kämpft seit langem gegen den Verkauf und den Konsum dieser Droge, und die derzeitige Gesetzgebung lässt Lizenznehmer und Behörden machtlos, das Problem anzugehen.

Die Kollegen von Puls haben sich auch mit dem Thema beschäftigt. Seht selbst: