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Ab geht’s in Essen. Ab geht’s in Münster. Aus der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizei Münster und der Zollfahndung Essen geht hervor, dass es sich um Großversorger für die Partyszene gehandelt haben muss. Eine ziemliche umfangreiche Menge an Partydrogen haben die Beamten in dieser Woche bei einem verdächtigen Trio aus Neuenkirchen sichergestellt. Die drei Verdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Das Trio besteht aus einem jungen Pärchen (Er 26 und Sie 23 Jahre alt) und einem 31-jährigen Mann. Die Drei kommen aus Neunkirchen und haben eine Vielzahl an verschiedenen Drogen von den Niederlanden nach NRW gebracht, um diese von dort aus gewinnbringend weiter zu verkaufen.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft ermittelte die Polizei Münster und die Zollfahndung Essen schon seit mehreren Monaten gegen das Trio. Nach Hinweisen, dass das Trio die Drogen in diversen Garagen und in den eigenen Wohnungen in Neuenkirchen versteckten, wurden die Beamten dort fündig.

Polizei und Zollfahndung stellten bei den Verdächtigen 10.000 XTC-Pillen, 4,5 Kilo Amphetamin, 1,3 Kilo MDMA, 500 LSD-Trips, 20 Liter Liquid Ecstasy und 12 Liter Amphetaminöl sicher. Zehn Liter Amphetaminöl reichen aus, um 40 Kilo gebrauchfertiges Amphetaminpulver oder -paste herzustellen. Es besteht der nah liegende Verdacht, dass die Beschuldigten regelmäßig Amphetaminöl und weitere Drogen aus den Niederlanden bezogen haben.
Abgesehen von den gefundenen Drogen in den Garagen und Wohnungen entdeckten die Drogenfahnder ein regelrechtes Chemielabor in einer Scheune in Neuenkirchen. In der Scheune befand sich ganz klischeehaft ein Wohnwagen, der zum Chemielabor umfunktioniert wurde. In dem Wohnwagen fanden die Beamten die 20 Liter Liquid Ecstasy, auch GHB genannt. Bereits ein bis fünf Milliliter reichen aus, um einen Rausch zu bekommen.

Weitere Ermittlungen und Hinweise zufolge durchsuchten die Ermittler ein Haus in Rheine-Mesum. Dort fand man eine derzeit nicht aktive Marihuana-Plantage. Auch wenn der Betrieb der Plantage derzeit inaktiv ist, bietet sie Kapazität zum Anbau von 800 bis 1000 Cannabispflanzen. Hier dauern die Ermittlungen noch weiter an.

Ein Richter folgte am 9. Juni dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl gegen das Trio„, erläuterte Staatsanwalt Martin Botzenhardt. „Sie befinden sich nun in Untersuchungshaft.

Quelle: Focus online, WDR

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