“Unglaublich”: David Guetta ist fasziniert von der Partyszene in den Golf-Staaten

Credits: Ellen Von Unwerth

Das MGL Beast Soundstorm Festival in Saudi-Arabien sorgte kürzlich für Furore. Beim XXL-Event mit über 700.000 Zuschauern traten zwar die größten Namen der elektronischen Musikszene auf, doch im Fokus der Medien stand häufig etwas anderes: Menschenrechtsverletzungen und Geldwäsche. Nicht zuletzt deshalb rief etwa die humanitäre Organisation Human Rights Watch zum Boykott des Festivals auf. Auch zahlreiche Künstler kritisierten die Veranstaltung und schossen scharf gegen ihre Kollegen, die beim Soundstorm auflegten (siehe unten). Unbeeindruckt davon zeigte sich derweil Superstar David Guetta, der beim Soundstorm spielte und die Partyszene in den Golf-Ländern jüngst in den höchsten Tönen lobte.

“Die Kultur ist recht neu hier. Es ist total verrückt. Für junge Leute ist es eine Revolution, eine komplette Veränderung ihres Lebens. Die Freude, die wir der jungen Generation geben können, ist gewaltig”, so der Franzose gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Noch vor wenigen Jahren waren Konzerte in Saudi-Arabien verboten.

Auch an Silvester wird der 54-Jährige am Golf zu Gast sein. Dann allerdings in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er in der Hauptstadt Abu Dhabi eine Show vor dem Louvre spielen wird. Guetta wird dort auf einer schwebenden Bühne auftreten, begleitet von einer Feuer- und Lichtshow. Das Setting bezeichnete er als “unglaublich” und “sehr futuristisch”.

Die Reaktionen darauf werden wohl wieder gemischt ausfallen…

Passend dazu:

“Gier auf hohe Gagen” – Oliver Deutschmann schießt gegen Sven Väth und Jeff Mills

Die Techno-Szene zerfleischt sich – Saudi Arabien / Kraviz / Mills / Koletzki – der nächste bitte

Soundstorm Festival in Saudi-Arabien: Human Rights Watch fordert Künstler zum Boykott auf