Symbolbild von Gerd Altmann auf Pixabay


Wie der “Tagesspiegel” berichtet, müssen sich die Betreiber des beliebten Berliner Clubs The Pearl seit vergangenem Wochenende heftige Vorwürfe an den Kopf werfen lassen. Hintergrund ist, dass sich die Verantwortlichen offenbar über die Sperrstunde hinwegsetzten, obwohl man sogar eine Ausnahmegenehmigung erhielt, die der Location eine Öffnung bis 24 Uhr an Stelle von 23 Uhr einräumte. Pikant an der Geschichte ist zudem, dass The Pearl im Rahmen der Soforthilfe IV 2.0 für Berliner Clubs einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro erhielt – den Höchstsatz, den sonst nur ein weiteres derartiges Unternehmen in Berlin erhielt.

Die Freude über diese Privilegien brachte man in der Diskothek an der Fasanenstraße letztlich in einer ausufernden Party zum Ausdruck. Laut der Zeitung “B.Z.”, die sich auf die Aussage eines Polizeisprechers beruft, musste in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Polizei-Hundertschaft anrücken, um die Feierlichkeiten aufzulösen.

Grünen-Politiker und clubpolitischer Sprecher seiner Partei, Georg Kössler, spricht von einem “unnötigen und respektlosen” Verhalten gegenüber aller Clubs, die sich an Vorgaben und Regelungen halten würden. Wer eine solche Ausnahmegenehmigung erhalte, dürfe sich nicht derart unsolidarisch verhalten, moniert er. Und auch in der Berliner Kulturverwaltung zeigte man sich durchaus erzürnt: Daniel Bartsch, der Sprecher der Kulturverwaltung, sprach von einer hoch unsozial und unverantwortlichen Aktions seitens der Clubbetreiber.

Die Verantwortlichen von The Pearl wollten sich laut Tagesspiegel bisher noch nicht zu den Geschehnissen äußern.

 

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Quelle: Tagesspiegel, B.Z.