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Raphael Marionneau ist bekannt geworden durch seine Chill Out-Compilations, seine Radiosendung auf N-Joy und “Le Cafe Abstrait“ im Hamburger Mojo Club. Mit dieser Zusammenstellung verabschiedet er sich von der landläufigen Vorstellung ein Chill Out Performer zu sein. Zwar startet er sanft mit loungigen Tunes (Dee C’Rell), kommt danach aber schnell mit seinem Anliegen um die Ecke: Der Übergang vom Vorprogramm zu Hauptpart. Das versucht er mit deepem House und gemäßigten Club Tunes. Catchy rollt Lupine im “February“, hörenswert remixt Henrik Schwarz pianolastig die Ergüsse von Patrick Blasa. Schnell landet Raphael im Club mit Tracks von Solee (“Ditzingen“) oder dem deep swingendem “Temperate“ von Liston. Laserkraft 3D eröffnen erstaunlicherweise die zweite CD. Über Ale Salas und Willy Real nähert er sich nun Tech-House Themen, die mit Ruede Hagelstein (“Detuned“) ihren Höhepunkt finden. Aber alles bleibt immer ansehnlich sacht, wohltemperiert und immer eher zurückhaltend und moody, als exaltiert ausfallend. Allerdings hätte ich mir schon etwas mehr Abwechslung gewünscht, dennoch passt dieses Einheitliche auch zum Konzept von Raphael. Nette Geschichten, die man bestens nebenbei hören kann. 7/10, Cars10.Becker.