eurodance
Das ist so eine Sache mit den 90ern. Ich mochte das Jahrzehnt sehr, hatte aber immer diesen schalen Beigeschmack namens Eurodance im Mund. Da packte man Sachen aus, das ging auf keine Kuhhaut, aber ab und an tauchten ein paar Perlen auf, die immer eingerahmt wurden, von unzähligen 08/15-ich-kann-das-auch-Stücken. Hier ist das ähnlich, man überfliegt die Tracklist der zwei CDs und entdeckt Untote wie Captain Jack, E-Rotic, Aqua („Barbie Girl“, Anwärter auf die unterste Schublade), 2 Unlimited, schmunzelt bei Charly Lownoise & Mental Theo (ich weise hier gerne nochmal auf die Autobiografie von Charly hin: „Zwischen Turntable und Klangschale“ – noch Fragen?), erfreut sich dann sogar an Sachen wie Snap! (fast schon ein Quantensprung von den vorher Genannten entfernt, aber dennoch …) und hört sich dann auch sehr gerne Jam & Spoons „Right In The Night an“ (ja!). Und dann? Dann singt man „Hallelujah“ und geht mal wieder in die Praxis zu Dr. Alban. Schmerz ist kein Feind mehr. Irgendwie mit viel Wohlwollen: 3/10 Dieter Horny