
Der britische Produzent Martin Wheeler, bekannt als Vector Lovers, ist gestorben. Das bestätigten unter anderem The Black Dog sowie sein langjähriges Label Soma Records in Beiträgen auf Instagram. Angaben zur Todesursache wurden zunächst nicht gemacht.
Wheeler veröffentlichte seit den frühen 2000er-Jahren Musik unter dem Namen Vector Lovers. Erste Releases erschienen über sein eigenes Label Iwari, später wurde er Teil des Umfelds von Soma Records. Dort veröffentlichte er mehrere Alben und Singles, darunter „Vector Lovers“, „Capsule For One“, „Afterglow“ und „iPhonica“.
Musikalisch bewegte sich Wheeler zwischen IDM, Electro, Ambient und experimenteller elektronischer Musik. Seine Produktionen verbanden melodische Synthesizerlinien, präzise rhythmische Strukturen und eine deutliche Nähe zu klassischer Maschinenmusik. Als Einflüsse werden unter anderem Kraftwerk und Depeche Mode genannt.
Neben Vector Lovers veröffentlichte Wheeler auch unter weiteren Aliasnamen wie Rosenbaum und Badly Born Droid. Darüber hinaus arbeitete er im Filmbereich: 2014 erhielt er einen César Award für seine Musik zum französisch-deutschen Drama „Age of Uprising“ beziehungsweise „Michael Kohlhaas“.
Soma Records würdigte Wheeler als talentierten Produzenten und langjährigen Wegbegleiter. Man sei dankbar, ihn gekannt und mit ihm gearbeitet zu haben. The Black Dog bezeichneten ihn in ihrem Nachruf als warmherzigen Menschen, der vielen fehlen werde.