Veranstalter von E-Werk-Partys gesteht Fehler ein und wehrt sich gegen (unberechtigte) Kritik

Veranstalter von E-Werk-Partys wehrt sich gegen (unberechtigte) Kritik

Wir hatten im Vorfeld ausgiebig darüber berichtet: Die Rückkehr des legendären E-Werks in Berlin. Der Pallas-Temporary Club hat am letzten März-Wochenende für Bewegung in Berlin gesorgt. Allerdings lief nicht alles reibungslos. Einige Gäste warfen den Veranstaltern Fahrlässigkeit vor. Nachzulesen in einem offenen Brief an die Veranstalter, den ihr hier findet.

Nun haben sich die Veranstalter selbst zu Wort gemeldet. Und einiges erscheint jetzt in einem anderen Licht. Aber lest selbst.

Liebe Berliner Club Szene, liebe beteiligte Künstler, Partner und die Clubcommission, wir haben letzten Monat vom 24.März bis zum 28. März, einen Pop-Up Club im E-Werk veranstaltet. Mit dem Konzept unter dem Namen: ,,Pallas-Temporary Club”, konzipierten wir als Team über ein halbes Jahr mit diversen Partnern das Festival.

Bei der Venue handelt es sich um eine Off-Location. Man muss als Veranstalter jeden einzelnen Punkt selbst erbringen. Sei es die die ganze Infrastruktur, die Anlage oder Lichter, die Garderobe, das Sicherheitssystem, die Sitzmöglichkeiten, die Bar oder die Essensstände. Bei einer neuen Venue in der Größe des E-Werks, können vereinzelt Fehler auftreten die bei der Planung nicht immer Vorhersehbar sind. Wir hatten alle Gäste gebeten, die eine Beschwerde hatten, sich bei uns zu melden. Nach dem Auswerten der Beschwerden sind wir zur Konklusion gekommen, dass uns 3 gravierende Fehler unterlaufen sind. Teils unseres Versagens und teils von externen Partner. Das sind Fehler, die bei der Größe des Events und der Höhe der Ticketpreise nicht hätten passieren dürfen.

Die Fehler konnten während des Wochenendes, nur sehr schwer behoben werden. Wir hatten an 4 Tagen, 6 verschiedene Events mit kurzen Unterbrechungen in Folge. Hinsichtlich dessen, haben sich im Ablauf einige Problematiken Entwickelt, da die Zeit zwischen den Events zu eng von uns geplant war. Wir haben daraus gelernt und unsere Schlüsse aus der Erfahrung gezogen, dass bei der Anzahl der Gäste und der Größe des Events, Zukünftig Mehr Zeit einkalkuliert werden muss.

An vier der sechs Events des Festivals, lief alles reibungslos und nach Plan. An den Abenden in Kooperation mit Concrete und Voxnox haben sich dann einige Fehler herauskristallisiert. Wir möchten an dieser Stelle klarstellen, dass uns unsere Fehler im Nachhinein bewusst sind und diese intensiv Reflektiert haben und diese einsehen.
Zudem sind wir bemüht, mit jedem betroffenen Gast in Kontakt zu treten oder stehen bereits mit ihnen in Kontakt. Selbstverständlich befinden wir uns momentan, aktiv in dem Prozess die Gäste mit Entschädigungsanspruch zu entschädigen und teilweise ist dies auch schon geschehen. Wir arbeiten intensiv die Emails der Gäste durch und versuchen auf jede Email zu Antworten und zu reagieren. Uns ist Transparenz sehr wichtig und im folgenden, erläutern wir Punkt für Punkt die Sachverhalte im Detail.

Einlass:
Die Crews und wir waren nicht vorbereitet, dass ein Großteil der Gäste (ca.75%) kurz vor dem Beginn des Events an dem Einlass standen. Als die Durchgänge aufgemacht worden sind, drückte sich die Menschenmasse von hinten nach vorne durch die Gitter. Das hatte zur folge, dass Gäste eingeengt worden sind. Bis 4.00 Uhr hatte sich diese Situation nicht verbessert. Immer wieder haben sich Personen durch die Menschentraube vorgedrängelt und dabei anstehende Gäste umgeworfen und ihnen den Platz an der Warteschlange genommen. Gekoppelt mit dem Vorfall an der Garderobe, kam es zu erschreckend langen Wartezeiten.

Das Event hätte früher beginnen müssen um die Einlasssituation zu erleichtern und übersichtlicher zu gestalten. Zudem haben wir nicht das richtige ,,Gäste-Leit-System” gewählt, da hier ein ,,Zick-Zack” System die bessere Wahl gewesen wäre. Unser Sicherheitspartner hätte die entstandene Menschentraube zu einem früheren Zeitpunkt besser koordinieren müssen um einen reibungsloseren Ablauf zu gewährleisten.

Garderobe:
Am Samstag Abend (Voxnox) hat die Garderobe bei uns völlig versagt. An dem Abend hatten wir ein externes Team, da einige Garderobenkräfte von uns an Corona erkrankt waren. Das neue Garderoben Team wurde nicht richtig eingewiesen. Dies hatte zur Folge, dass die Garderobe nicht mehr reibungslos gearbeitet hat und infolgedessen, im 10 Minuten Takt den Einlass stoppen mussten. Diese Problematik, hätte uns früher auffallen müssen, wir haben uns aber auf die Kompetenz des Garderoben Teams verlassen. Zu dem Zeitpunkt, als unser Team die Fehler an der Garderobe bemerkt hat war es zu spät eine adäquate Lösung umzusetzen, weil die Fehler recht gravierend waren und es kein System mehr gab. Zum Ende der Veranstaltung ließen wir einige Gäste ihre Jacke selber suchen, was eine unprofessionelle Reaktion auf die selbst verursachten Schwierigkeiten innerhalb der Garderobe war. In der Situation haben wir grundlegend zu spät reagiert und
haben leider erst zum Ende die Situation ein wenig unter Kontrolle.

Anstehen Halle F:
Am Sonntag um 5:00 wurde der Einlass zu einem der Mainfloors für 1,5 Stunden aus Sicherheitsgründen verringert und reguliert. Der Mitveranstalter des Abends und wir, haben die Headliner alle auf dem gleichen Floor spielen lassen. Folglich war dieser Floor überfüllt, während der zweite Mainfloor (gleiche Größe und 8 Meter entfernt) von den Gästen kaum besucht wurde. Um ein Anstehen am Mainfloor zu vermeiden und die Gäste auf die Hallen sinnvoll zu verteilen, hätten wir die Headliner zwischen den beiden Mainfloors besser verteilt müssen. Wir haben von der Venue ein sehr strenges Brandschutzkonzept erhalten, welches unerlässlich von uns befolgt wurde um die Sicherheit der Gäste ganzheitlich zu Gewährleisten. Die Ordner und Brandwachen der Venue, sind diesen Gesetzlichen Vorschriften ihren Pflichten gemäß nachgekommen. Uns ist bewusst, dass die Gäste gerne bestimmte Acts sehen wollten aber der Sicherheitsaspekt ließ dies
nicht zu jeder Zeit zu. Aufgrund der weiteren Aufenthaltsmöglichkeiten, zb der Halle gegenüber musste kein
Gast zwangsläufig oder gar unfreiwillig draußen in der kälte stehen. Wir bedauern sehr, dass einige Gäste negative Erfahrungen und Eindrücke von dem Abend haben, weil sie lange Wartezeiten am Eingang und/oder der Garderobe erdulden mussten. Wir haben erkannt dass die Einlasssituation zeitweilig recht fahrlässig war und wir als Team sind sehr Glücklich dass keinem unserer Gäste ernsthaft zu schaden gekommen sind. Wir versprechen euch unsere Konsequenzen aus der Erfahrung zu ziehen und zukünftig das Einlass Konzept zu professionalisieren.

Wir als Team entschuldigen uns von tiefsten Herzen bei euch! Im folgendem Bericht gehen wir alle Beschwerden durch und setzen uns intensiv mit ihrer Klärung auseinander.

Drei Gäste unseres Events hatten freundlicherweise die Zeit und Muße, in einem offenen Brief alle Kommentare sowie Beschwerden, der verschiedenen Kanälen zusammenzustellen. Bei nachweislichen Unwahrheiten, werden die Beweise Angehängt bzw. der Clubcommission zugeschickt (Datenschutz). Die Anhänge sind in einem Google Drive aufgelistet. In den letzten 12 Tagen haben wir mit jedem Beteiligten gesprochen und können somit ausführlich auf die unterschiedlichen Punkten eingehen. Die oben erwähnten Gäste des offenen Briefes, haben eine Reihe an Anforderungen an uns gestellt,
welchen wir natürlich transparent nachkommen und sie erläutern:

● Rückerstattung (mindestens) aller nicht eingelöster Tickets
Alle Tickethalter, die das Ticket nicht einlösen konnten, haben es rückerstattet bekommen.

● Einen konkreten Vorschlag in welcher Höhe eine Rückerstattung stattfindet für alle, die beim Event anwesend waren und nicht den mehrheitlichen Umfang des von ihnen bezahlten Programms in Anspruch nehmen konnten
Alle Gäste, die das Event nicht in vollen Zügen genießen konnten, bekommen 30% des Ticketpreises zurückerstattet. Etwaige Ansprüche werden gerade von uns bearbeitet.

● Das Eingestehen aller u.g. Problempunkte durch eine Person (den Geschäftsführer) des Pallas Orbit-Team bzw. Ceres Innovation Berlin GmbH (In Gründung)
Ich als Geschäftsführer der ,,Ceres Innovation Berlin GmbH” (in Gründung) und Schirmherr der ,,Pallas-Orbit” Veranstaltung, arbeite zusammen mit meinem Team intensiv und seit Bekanntwerden der Problematiken an der Klärung der aufgelaufenen Punkte. Wir sind ebenso an der Zufriedenheit unserer Gäste interessiert, als auch an einem professionellen sowie
Transparenten Umgang mit der Situation.

● Das Wiedereinstellen/Reaktivieren aller gelöschter Posts inkl. der Kommentare auf der Instagram-Seite von Pallasclub
Dies ist derzeit nicht vorgesehen, Die Erklärung befindet sich im ersten Punkt “Umgang mit der Kritik und Übernahme unserer Verantwortung” Für Kritik und Verbesserungsvorschläge sind wir selbstverständlich weiterhin dankbar und offen, bitte schreibt uns eine Email und wir Antworten euch gerne.

● Offenlegung der Kapazitäten-, Sicherheits-, Brandschutz-, Hygienekonzepte und eine Bestätigung dieser durch das EWerk-Berlin
Alle erforderlichen Dokumente werden der Clubcommission zur Prüfung zugeschickt. Wir haben uns aus Datenschutzrechtlichen Gründen für diesen Weg entschieden.

● Offenlegung der Vorverkaufszahlen und Gegenüberstellung mit der Kapazitätsberechnungen und der Bestätigung dieser durch das EWerk-Berlin
Alle erforderlichen Dokumente liegen wie oben beschrieben der Clubcommission vor.

1. UMGANG MIT DER KRITIK UND ÜBERNEHMEN DER VERANTWORTUNG
● Kommentare auf Instagram zuerst einzeln entfernt, dann ganze Posts gelöscht, unter denen sich Kritikpunkte befanden
In der letzten Woche fanden sich unter unseren Posts reger Austausch in den Kommentaren. Zum Teil wurde
in den Kommentaren auf die Missstände des Events aufmerksam gemacht, sowie auch persönliche
Erfahrungen der Gäste geteilt. Dieser Austausch wird von uns begrüßt, da wir offen für Kritik sind. Ein anderer Teil bestand aus Behauptungen, die lediglich dem unsachlichen Diskurs dienten und/oder nichts mit dem Event als solches zu tun hatten. Diese Kommentare bedienten sich dem Mittel der Beleidigung und üblen Nachrede, und waren auf Fake Profile zurückzuführen. Aus diesem Grund haben wir uns aus Selbstschutz entschieden die Kommentarfunktion zu deaktivieren.
Zudem haben vor beginn des Events einige Mitarbeiter, eines etablierten Clubs in Berlin, offen ihre Missgunst gegenüber der Durchführung des Events öffentlich gemacht. Die Labels und wir, sind schon vermehrt Fake-Profile gestoßen, die alle die gleichen Kommentare reposten bzw. Anschuldigungen tätigen die einfach zu widerlegen sind. Um uns vor dieser ,,Troll-artigen Sabotage Manier” zu schützen, haben wir keine Handhabe gesehen außer dem uns gewählten Vorgehen.

● Am 28.03.22 veröffentlichte Pallas eine Stellungnahme, in der als Grund der Ausfall von “mehr als der Hälfte des Teams wegen Covid” angegeben wurde, was von den meisten als Grund nicht akzeptabel war, aber auch nicht nachvollziehbar, wie dann doch die Veranstaltung stattfinden konnte!
Diese Stellungnahme war nicht richtig erläutert. Es war ein Kommunikationsfehler im Team. Wir hatten in jedem Moment ausreichend Mitarbeiter in jeder Position. Es hat tatsächlich Corona Fälle bei dem Garderoben Team gegeben. Aus dem Grund, wurde auch spontan ein externes Team am Samstag Abend geholt. Das neue Garderoben Team wurde nicht ausreichend eingewiesen. So das die externe Garderoben Leiterin ein neues und unübersichtliches System ohne Absprache eingeführt hat. Das hatte die Folge, dass die Garderobe wie oben beschrieben versagt hat und wir alle 10 Minuten den Einlass stoppen mussten. Dieser Fehler hätte uns viel früher auffallen müssen. Leider war es dann aber zu spät, als es unser Team bemerkt hat. In der Situation haben wir alle nicht gut bzw zu spät agiert. Und nicht ausreichend miteinander
kommuniziert. Die Situation an der Garderobe hat den Einlass schwer behindert deswegen war unsere Absicht, schnellstmöglich einen Statement zu veröffentlichen um die betroffenen Gäste aufzuklären. Dabei ist uns
der Fehler unterlaufen, ein Statement der nicht ganz der Wahrheit entspricht, zu veröffentlichen.

● Keine der Verantwortlichen bezog bis heute weitere Stellung und übernahm die Verantwortung.
Entgegen der Aussage übernahmen wir direkt am Montag nach dem Event (28.3.22) Stellung zu den entstehenden Missständen und übernahmen die Verantwortung gegenüber unserer Planung. Zudem wurde ein direkter Dialog mit den betroffenen Gästen gesucht. In unserem Instagram Post vom Mittwoch den 30.3.22 veröffentlichten wir für die Gäste ersichtliche unsere E-mail Adresse, die alle Anliegen bezüglich des Pallas Festivals (auch das Ticketing) entgegengenommen und beantwortet. Dies hat zum einen den Vorteil, dass wir in den direkten Dialog mit den Gästen treten können und dadurch auch uns die Möglichkeit für Rückfragen zu der jeweiligen Frage oder Schilderung lässt.

2. EINLASS
● Überfüllte, verengte Schlange ca. 10m breit und ca. 30m lang im Einlassbereich, von beiden Seiten abgesperrt, von hinten wurde mit Druck gequetscht und gepresst
Bereits vor Beginn der Veranstaltung standen über 1000 Besucher:innen vor dem Einlass. Wir waren nicht darauf vorbereitet, dass sich schon zu Beginn die meisten Gäste vor dem Gelände einfinden werden. Dadurch bildete sich eine Menschentraube vor den Durchgang. Zu Beginn des Einlasses zum angegebenen Veranstaltungsbeginn sind die Gäste eingeengt worden, da die Menschenmasse sich durch die Gitter drückte. Die Situation konnte sich bis 4:00 nicht verbessern.
Das Personenleitsystem war so gebaut, dass im Notfall bestimmte Zäune von den Sicherheitskräften
sofort geöffnet hätten werden können.

● Menschen standen zu eng aneinander und teilweise über mehrere Stunden an (z.B. vom 26. auf den 27.04.22, wurde von einer Wartezeit von teils über 5-6 Stunden berichtet). Bei jeder Möglichkeit wurde geschubst und weiter gepresst.
Das stimmt so wie beschrieben. Die Gründe dafür wurden schon aufgelistet.

● Berichte über Panikattacken in der Schlange, keine Hilfe der Security. Die betreffenden Personen berichten davon, ihre Freunde selbst aus der Menschenmasse manövriert zu haben.
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Die Security hat ihr bestes getan, die Menschentraube im Griff zu bekommen. Da sich die Situation schon so früh entwickelt hat, konnte leider nicht allen geholfen werden da es in einer solchen Situation
leider nicht immer möglich ist jeden Einzelfall sofort zu erkennen. Die Gäste haben teilweise die Anweisungen der Security missachtet oder haben sie nicht befolgt und haben von hinten geschoben und die anderen Wartenden nach vorne gedrückt.

● Zu wenig Personal bei im Voraus bekannten Verkaufszahlen (Einlass war bis 6 Uhr morgens nicht fertig (26.-27.04.22))
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: An den Abenden haben 18 Türsteher, 15 Ordner, 10 Brandwachen, 4 ausgebildete Sanitäter, 6 Kassen und 6 Garderobenmitarbeiter und 4 Awareness Fachkräfte in der gleichen Schicht gearbeitet.

● kein Eingreifen seitens der Veranstalter und Security bei offensichtlichem Gedränge und Massenschubsen über mehrere Stunden
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Die Security sowie die Veranstalter haben vermehrt versucht die Situation zu deeskalieren. Im Notfall wären die Gitter aufgeschoben worden.

3. GARDEROBE
● Zu wenig Personal bei im Voraus bekannten Verkaufszahlen
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Es haben 6 Personen an der Garderobe gearbeitet. Am Samstag haben wir wie oben erläutert, ein externes Team gehabt, da paar Garderobenkräfte von uns an Corona erkrankt waren. Das neue Garderoben Team wurde eingewiesen. Tatsächlich hatte die externe Garderoben Leiterin ein neues unübersichtliches System eingeführt. Das hatte die Folge, dass die Garderobe versagt hat und wir alle 10 Minuten den Einlass stoppen
mussten. Dieser Fehler hätte uns viel früher auffallen müssen. Leider war es zu spät, als es unser Team gemerkt hat. In der Situation haben wir alle nicht gut bzw viel zu spät agiert.

● Selbstverwaltung der Garderobe
Erläuterung im ersten Punkt.

● Gestohlene Gegenstände, da das Personal den Gästen den Zutritt erlaubte
Wir sind gerade dabei jeden einzelnen Fall nachzugehen. Sowas darf nicht passieren.

● Höchstwahrscheinlich Betrug durch die Abbuchung über die App, da Meinungen nach, teilweise zu viel verbucht wurde – das betrifft teils die Garderobe, aber vor allem die Bezahlung der Getränke, denn diese konnten nur mit der Grid App bezahlt werden (diese funktionierte nur mit einer gekoppelten Kreditkarte), oder man lud Bargeld über das Grid-App-System auf eine Karte mit QR-Code. Bei keinen der Bezahlmöglichkeiten war eine Zahlungshistorie, weder zwischendurch, noch bei Abholung des (wahrscheinlich künstlich verminderten) Restbetrags einsehbar. Dadurch wurden z.B. für eine LemonAid Bio Limette 330ml 8 Euro abgebucht, was nicht stimmen kann. Etliche Besucher*innen beschwerten sich über zu hohe Abbuchungen.
Diese Aussagen entsprechen nicht der Wahrheit: Die Garderobe konnte man ausschließlich in Bar zahlen und nicht per Grid.
Bei Bezahlung durch die Grid App an der Bar, musste man bei jeder Bestellung den offenen Betrag betätigen, bevor man es ausgleichen konnte. Wir haben nie mit einer Zahlungshistorie geworben. Die Zahlungen kann man natürlich an der Abrechnung von dem hinterlegtem Konto bzw. Karte einsehen. Es wurde von seitens Grid mehr versprochen, als letztendlich geliefert wurde. Grid ist schon in zahlreichen Festivals und Clubs in Deutschland etabliert und es funktioniert gut. Aus dem Grund, waren wir zuversichtlich, dass das Bezahlsystem reibungslos ablaufen wird. Grid hatte beim Event mehrere Ausfälle gehabt. Wir haben bis jetzt nur 3 Anmerkungen bekommen, dass zu viel Geld abgebucht worden ist. Den drei Fällen gehen wir mit Grid auch nach.

4. COVID-19
● Berichte über das Nichteinhalten der gesetzlichen Vorgaben zur Durchführung der 2G+-Regelung (Teilweise keine Kontrolle der Tests, teilweise keine digitale Kontrolle der Impfzertifikate)
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Nach dem Austausch unserer externen Sicherheitsfirma wurde jeder Gast kontrolliert. Wir hatten deswegen zahlreiche Beschwerden, da Gäste kein offizielles Ausweisdokument mit dem digitalen
Impfpass mitgeführt haben und dementsprechend kein Einlass gewährt worden ist. Eine Handvoll DJs konnten erst später Auflegen, da sie keine Corona-Test hatten und erst einen machen mussten. Wir gehen davon aus, dass bei den 7000 Gästen, vereinzelt Personen bei der Kontrolle übersprungen worden sein könnten. Die Sicherheitsfirma geht diesen Vorfällen Intern nach. Wir hatten für das Event eine Corona-Test Station am Einlass organisiert.

5. KAPAZITÄTEN
● Abgesperrte Bereiche durch zu hohes Aufkommen
Der Mitveranstalter des Abends und wir, haben die Headliner alle auf dem gleichen Floor spielen lassen. Das hatte zur Folge, dass ein Floor überfüllt war. Währenddessen war aber der zweite Mainfloor (gleiche Größe und 8 Meter entfernt) leer. Man hätte das Programm zwischen den beiden Main-Floors besser verteilen müssen. Wir haben von der Venue ein sehr strenges Brandschutzkonzept erhalten welches unerlässlich von uns befolgt wurde um die Sicherheit Der Gäste ganzheitlich zu Gewährleisten . Die Ordner und Brandwachen der Venue, sind diesen Gesetzlichen Vorschriften ihren Pflichten gemäß nachgekommen.

● Teilweise keine Möglichkeit die Acts zu sehen
Erläuterung im ersten Punkt.

● Menschen mussten draußen (teilweise 1-2 Stunden) zwischen den Hallen stehen und warten bei Temperaturen von ca. +5 Grad Celsius. Ebenso gab es min. Sonntag Früh einen Einlass Stopp zur Haupthalle.
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Kein Gast musste draußen in der kälte stehen. Der Einlass bei der Halle F, wurde aus Sicherheitsgründen nur am Sonntag um 5:00 für 1,5 Stunden verringert. Die Halle C (zweiter Main-Floor), welches 8 Meter gegenüber der Halle F befindet, war halb leer. Wir wissen natürlich, dass die Gäste gerne bestimmte Acts sehen wollen. Da haben wir und Voxnox bei der Line-Up Verteilung versagt. In der Situation musste kein Gast unfreiwillig draußen stehen.  Es wurde vermehrt von einigen Parteien behauptet, dass zu viele Tickets verkauft worden wurden. Das
stimmt nicht. Die erlaubte Kapazität sowie der Ticketverkauf, wird der Clubcommission offengelegt. Einige Gäste wurden fälschlicherweise von einem Türsteher informiert, dass der Club voll ist. Dabei war nur einer der beiden Mainfloors voll.

6. FOTO- UND VIDEOAUFNAHMEN
● Partyfotograf fotografierte Menschen ohne Erlaubnis, es gab auch keine Aushänge in den Räumlichkeiten über die Fotografien, sodass dies nicht in den AGBs der Veranstaltungen geltend gemacht wurde.
Der Fotograf kam von dem Mitveranstalter Voxnox. Es wurde ein Aftermovie gedreht, wo alle Gesichter nicht zu erkennen sind.
● eine Person berichtete über einen Instagram-Story Post, in der eine Freundin der berichtenden Person mit vollem Gesicht zu sehen war (sie also im Fokus der Fotografie stand und sie erkennbar war)
Wir können nicht jeden Gast während des Events kontrollieren, der mit den eigenen Handys Videos macht, trotz abgeklebter Kamera. Es wurde ausgiebig, auf das (Freiwillig von uns beschlossene) Fotoverbot durch die Aufforderung, die Kamera abzukleben hingewiesen. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, dass in Clubs nicht fotografiert werden darf. Es ist ein reiner Appell an die Selbstverantwortung.

7. RUHEBEREICHE
● Menschen saßen draußen auf dem Boden, da Ruhebereiche fehlten, was bei der Kälte nachts extrem fahrlässig ist
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: An allen Orten, außer der Halle F, gab es ausreichend Sitzmöglichkeiten. In den Zelten waren Sofas, und Biertischgarnituren. In der Halle C sowie auf dem Rooftop gab es ebenfalls viele Sitzmöglichkeiten.

● es gab mehrere Sitzmöglichkeiten auf dem Roof-Top des E-Werks. Dort konnten die Gäste ohne Beheizung oder Bedachung sitzen. Dadurch, dass teils über eine Stunde für den Aufzug, der die Besucher*innen vom Hof zum Dach und vice versa brachte, anstanden, zählen wir dies nicht als erholsam.
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Auf dem Rooftop gab es sowohl eine große Außenfläche, sowie einen 130m2 großen Innenraum unter den Rooftop-Floor. Die beiden Flächen hatten ausreichend Sitzmöglichkeiten.

● Die Hallen konnten (vor allem in der Nacht 26.-27.03.22) erst nach stundenlangem Anstehen (erneut) betreten werden, obwohl die Besucher*innen bereits auf dem Veranstaltungsgelände waren. Die Besucher*innen mussten, viele nach Abgabe ihrer Jacken an der Garderobe, unter freiem Himmel im Hof warten. Das führte dazu, dass viele Besucher*innen die Hallen nicht verlassen wollten, da sie durch die erneute Wartezeit das Event verpasst hätten und sie somit keine frische Luft schnappen konnten.
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Es gab nur an einer Instanz einen Einlassstop in der Halle F. Das war Sonntag um 5:00 morgens. An allen anderen Tagen, gab es das Problem nicht. Die Halle C war immer zugänglich. Kein Gast musste draußen in der kälte stehen. Der Einlass bei der Halle F, wurde aus Sicherheitsgründen verringert. Die Halle C (zweiter Main-Floor), welches 8 Meter gegenüber der Halle F befindet, war halb leer. Zeitweise konnte lediglich der Eindruck entstehen für die Halle F anstehen zu müssen, wegen der Langen Schlange vor dem Aufzug des Rooftops. (Kontaktaufnahme mit
Sicherheitsfirma, Technik Beauftragten, Event-Management, Venue-Management und Voxnox)

● Im Innenhof zwischen den Hallen gab es 5 Holzpaletten für mehrere Tausend Gäste und einer Eventdauer von 14 Stunden (z.B. Fr 23:59 – Sa 14:00 und Sa 23:59 – So 14 Uhr)!
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Erläuterung im ersten Punkt.

8. SECURITY
● Berichte über Wegnahme des Traubenzuckers bei einer Diabetikern Typ 1, auch nach Erklärung und Nachweis
Die Türsteher haben nur Medikamenten abgenommen, die man nicht direkt zuordnen konnte. Das ist so auch üblich. Dieser Vorfall ist nicht angemessen und darf so nicht passieren. Dieser Vorfall wurde schon an der Sicherheitsfirma weitergegeben und die schauen Intern nach, wie so etwas passieren konnte.

● Berichte über das Erlauben zur Mitnahme eines Pfeffersprays
Über diesen Vorfall haben wir keine Informationen.

● (sexuelle) Belästigung (Berichte über das unangebrachte und unverhältnismäßige Schauen/”Glotzen” weiblicher Teilnehmerinnen) Eine Aussage in diesem Rahmen muss sehr vorsichtig behandelt werden. Wir haben über einen Fall
gehört, dass eine Dame sich in der Frauentoilette mit der kurzen Präsenz eines Türstehers gestört gefühlt hat. Die Türsteher sowie die Sanitäter und das Awareness-Team haben die Aufgabe, regelmäßig in den Toiletten zu schauen. Events in dieser Form, sind auch ein Schutzraum für Konsumenten in Berlin üblicher ,,Feiersubstanzen” bei denen es unter umständen zu Notfällen kommt bei denen schnelle Reaktionen erforderlich sind.. Die Türsteher bei dem Pallas Event, waren die gleichen Türsteher am Abend im Suicide Circus, an dem leider eine Frau an GHB in einer geschlossenen Toilettenkabine verstorben ist. Die Türsteher haben mit allen Mitteln versucht die Frau wiederzubeleben. Aus diesen Gründen, haben wir die Pflicht in jeder Ecke nachzuschauen. Diese Aufgabe hätten wir einer weiblichen Türsteherin für die Damentoiletten geben sollen.

● Berichte über einschüchterndes, aggressives und respektloses Verhalten
Diese Information wurde schon an der Sicherheitsfirma weitergegeben. So ein Verhalten ist natürlich nicht angebracht.

● mutwilliges Leuchten in die Augen mit Taschenlampen
Diese Information wurde schon an der Sicherheitsfirma weitergegeben.

● Berichte über zusammengebrochene Menschen und verzögerte Hilfestellung durch das Security-Personal
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Die Türsteher sind keine Sanitäter. Aus dem Grund haben wir ausreichend Sanitäter bei den Events gehabt. Laut dem Sanitäter Dienstleister wurden alle betroffenen Personen rechtzeitig behandelt. Hinzu kommt noch ein großer Raum zwischen den beiden Hallen für die Sanitäter und das Awareness Team. Die Gäste, die es benötigt haben, konnten sich in aller Ruhe in diesem Raum ausruhen und ggf. verarzten lassen.

● Anschreien der Gäste
Diese Information wurde schon an der Sicherheitsfirma weitergegeben. So ein Verhalten ist natürlich nicht angebracht.

9. GRID-APP
● keine Möglichkeit der Nachkontrolle/Einsicht der Bezahlhistorie/Guthaben.
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Das Guthaben konnte jeder Zeit bei der App im Menü “Credits” nachgesehen werden. Bei der Grid Karte musste man dafür zu Aufladestation gehen.

● kein Einblick in die verbuchten Zahlungen
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit: Die Zahlungen kann man natürlich an der Abrechnung von dem hinterlegtem Konto bzw Karte einsehen.

● keine Möglichkeit die gekauften Tickets zu teilen, falls mehrere auf ein Account gekauft wurden ->
kein Hinweis darauf bei Kauf (das führte dazu, dass eine “Gruppe” stets zusammen bleiben musste, um sich über das Veranstaltungsgelände zu navigieren.
Da waren wir auch sehr überrascht. Die Funktion Karten zu teilen, haben wir auch an gefordert bei Grid. Es sollte selbstverständlich sein, die Karten mit der ganzen Gruppe zu teilen, da nicht immer alle zusammen kommen. Das tut uns sehr leid.

Wir als Team bedanken uns recht herzlich dafür, das der Dialog gesucht wurde und wir hoffen die Unklarheiten klarstellen zu können.

Wir als Team entschuldigen uns nochmals für etwaige Unannehmlichkeiten, Wir werden selbstverständlich die Erfahrungen nutzen an uns zu wachsen und um zukünftige Events für euch angenehmer und vergnüglicher, durch Professionalisierung unsererseits zu gestalten. Wir sind selber Liebhaber der Clubkultur und wissen den Mehrwert, dieses Freiraums
wertzuschätzen und sehen eine Qualität, einer Party als unabdingbar.
Wir bedauern das Chaos und die möglicherweise entstandenen negativen Gefühle, dies war niemals unser Ziel. Wir möchten nach jahrelangen bekommen von der Clubkultur einfach gern etwas zurückgeben und etwas Abwechslung schaffen.

Wir wünschen euch viel Gesundheit, Liebe und einen extravaganten sowie unvergesslichen Techno Sommer
Euer Pallas Team