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Treffen sich zwei Spezialisten für Tanzflurbeschallung und machen Ambient. Marcus Worgull und Danilo Plessow (alias Motor City Drum Ensemble) sind beide bekannt für ihre bemerkenswerten House-Tunes, doch als sie sich vor vier Jahren nach einem Kneipenbesuch im Studio zwischen einer ganzen Menge Vintage- Hardware wiederfinden, präsentieren sie uns nun ein Album ohne Beats. Vermont heißen Projekt und Platte und wie der US-Bundesstaat löst die Musik Fernweh aus, lässt uns in Klanglandschaften eintauchen und lockt mit dem Ruf der Wildnis. In diese klassischen Ambient-Sounds mischen sich darüber hinaus auch diverse Krautrockreferenzen, -elemente und –protagonisten. Jaki Liebezeit und Dominik von Senger hatten hier ihre Finger im Spiel und darüber hinaus Lena Willikens sowie Dermot O’Mahony. Mit Liebe zum Detail und einer sympathischen Opulenz haben die beiden ihre Tracks ausgestattet, die sich alle ihre eigene Windrichtung aussuchen. „Dynamik“ bleebt in feinster Warp-Tradition durch Früh-90er Visuals, „Übersprung“ flirrt durch kosmische Nebel, „Lithium“ jault sirenengleich in die Nacht hinein und „Majestät“ versprüht bei seinem langen und stetigen Aufstieg Pathos und Glanz. Ein ganz bemerkenswertes Album in einem Genre, dass zu Unrecht etwas aus dem Fokus gerückt ist. 10/10 dr.nacht.