
In Köln haben Stadtverwaltung und Bezirksplaner einen wichtigen Schritt unternommen, um die lokale Clublandschaft langfristig zu sichern. Angesichts zahlreicher geplanter Bauprojekte will die Stadt im Stadtteil Ehrenfeld rechtliche Sicherheit schaffen, damit bestehende Clubs und Veranstaltungsorte geschützt bleiben.
Das Gebiet zwischen der Subbelrather Straße, der Bahntrasse und dem Ehrenfeldgürtel soll im Flächennutzungsplan neu geordnet werden. Die Stadt plant, bestehende Clubflächen als Mischflächen umzuwidmen. Es ist ein Status, der kulturelle und gastronomische Nutzungen stärker ermöglicht und so potenzielle Konflikte mit rein wohn- oder büroorientierter Bebauung verringert.
Mit diesem Schritt reagiert die Stadt auf den wachsenden Druck durch Immobilien- und Infrastrukturentwicklungen. In vielen Großstädten verdrängen solche Entwicklungen bereits Clubs. Kritiker:innen warnen, dass steigende Mieten und neue Nachbarn oft zu Lärmklagen oder Nutzungskonflikten führen könnte. Solche Konflikte können das Ende vieler Clubs nach sich ziehen.
Parallel zur Flächennutzungsplan-Änderung arbeitet die Stadt an einem neuen Bebauungsplan. Er soll die charakteristische Vielfalt Ehrenfelds fördern. Die Stadt plant, dies durch die Förderung von Clubs, Konzertsälen, Ateliers und gastronomischen Angeboten zu erreichen.
Quelle: Rheinische Anzeigenblätter
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