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Vier Tonnen Kokain beschlagnahmt – Bild: K.O. Cein


In letzter Zeit wurden vermehrt riesige Mengen an Kokain sichergestellt. Erst zwölf Tonnen in Hamburg und kurz darauf mehr als eine Tonne in Bremerhaven. Nun hat Europol einen internationalen Ring an Drogenhändlern und Geldwäschern aufgespürt. Kokain im Wert von mehreren Millionen und vieles mehr wurde beschlagnahmt.

Der internationale Drogenring soll hauptsächlich in Spanien, Marokko und Deutschland agiert haben, teilte Europol in Den Haag mit. Es gab aber auch eine Zentrale in Venezuela. Mehr als 40 Verdächtige wurden festgenommen. Insgesamt wurden vier Tonnen Kokain, 13 Millionen EUR Bargeld, 105 Kilogramm Haschisch, 18 Luxusautos und drei Boote beschlagnahmt. Der Anführer der Bande soll immer noch flüchtig sein.

Per Schiff wurde das Kokain von Venezuela nach Spanien transportiert und anschließend in Europa verkauft. Die Erlöse wurden dann wieder nach Venezuela geschmuggelt. Europol war der Bande schon seit 2016 auf der Spur, als an der ostspanischen Küste ein Boot mit 400 Kilogramm Kokain entdeckt wurde. Die Drogen sollten nach Großbritannien geliefert werden.

Während der Ermittlungen wurden die Fahnder auf das Geldwäsche-Netzwerk und die Verbindungen nach Venezuela aufmerksam. Ein angeblicher Möbelhändler versteckte zum Beispiel große Mengen an 200- und 500-EUR-Scheinen in Holzmöbeln. Diese sollten nach Venezuela verschifft werden. Allein in dieser Ladung fanden die Fahnder acht Millionen EUR. Scheinbar spielte ein Autohändler aus Frankfurt eine Schlüsselrollee bei der Geldwäsche. Der Spanier wollte nach Venezuela flüchten, wurde jedoch rechtzeitig festgenommen. Das alles klingt fast wie die Story eines Hollywood-Films.

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