Vinyl überholt: Gen Z kauft mehr CDs, ohne Besitz von CD-Playern

Die Compact Disc erlebt 2026 offenbar ein Comeback. In den USA wurden zwischen Januar und Juni 17,5 Millionen CDs verkauft.

Das entspricht einem Anstieg von 45,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg laut Loop Rituals sogar um 58,6 Prozent auf 171,1 Millionen Dollar, umgerechnet rund 147 Millionen Euro.

Damit wächst der CD-Markt deutlich stärker als der Vinyl-Absatz. Schallplatten legten im selben Zeitraum um knapp 21 Prozent zu und kamen auf 26,5 Millionen verkaufte Exemplare. Der aktuelle Boom der CD wird dabei nach Medienberichten vor allem von einer jüngeren Käuferschaft getragen.

Insbesondere die Gen Z soll für das Wachstum verantwortlich sein. Einen großen Anteil daran haben demnach Sonderauflagen von K-Pop-Acts, wobei BTS als Zugpferd genannt wird. Die Deluxe-Editionen enthalten unter anderem Fotokarten, Sticker und Booklets und werden damit auch als physische Sammlerstücke gekauft.

Bemerkenswert ist dabei, dass viele Käufer die CDs offenbar gar nicht abspielen können. Etwa die Hälfte der Käufer besitzt laut Loop Rituals keinen CD-Player. Der physische Tonträger dient damit offenbar nicht ausschließlich zum Musikhören, sondern auch als Objekt zum Sammeln und Aufbewahren.

Parallel dazu wächst das Interesse an entsprechender Hardware. In Großbritannien sind die Suchanfragen nach CD-Playern seit Juli um 96 Prozent gestiegen. Viele Interessenten wollen demnach einmalig in eine Kompaktanlage mit integriertem CD-Player investieren.

Hinzu kommt, dass CDs in der Anschaffung deutlich günstiger sind als vergleichbare Vinylpressungen. Streaming bleibt unterdessen der mit Abstand umsatzstärkste Bereich. Allein in den USA setzte die Branche damit 4,9 Milliarden Dollar um, rund 4,2 Milliarden Euro.

Quelle: Loop Rituals

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