Von analog zu Algorithmus: die technologische Entwicklung im Sounddesign

Von analog zu Algorithmus: die technologische Entwicklung im Sounddesign / Foto von Dmitry Demidov

Von analog zu Algorithmus: die technologische Entwicklung im Sounddesign

Egal ob es sich um das Klicken eines Smartphones handelt oder die Platzierung des Klangs im Kinosaal: Sounddesign durchsetzt unseren Alltag mehr als nur oberflächlich. Jeden Tag begegnen wir Tönen und Klängen, die speziell für einen bestimmten Zweck geschaffen wurden. Dabei geht das Thema weit über Musik und Signaltöne hinaus. Was wenige wissen: Hinter dem Feld Sounddesign verbirgt sich eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte. Und Technologie spielt dabei natürlich eine entscheidende Rolle.

Was versteht man unter Sounddesign?

Letztlich ist Sounddesign alles, was mit dem Erschaffen und Manipulieren von Klängen zu tun hat. Das kann auf natürliche Weise geschehen, wie etwa die Aufnahme eines Regenschauers. Oder es handelt sich um einen futuristischen Sound, der direkt aus dem Synthesizer kommt und mit natürlichen Mitteln einfach nicht zu erzielen ist. Dabei dreht es sich beim Sounddesign nicht nur um den Klang selbst. Auch, wie er im Raum platziert ist, ist ein sehr wichtiges Thema. Die Tiefe, die Dynamik, all diese Dinge lassen sich mit verschiedenen Mitteln steuern und beeinflussen. Damit erzielt der Sounddesigner ein bestimmtes Ergebnis. Dieses kann dann einen vorher festgelegten Zweck erfüllen oder aber auch einfach nur kreativer Ausdruck sein.

Eine klangvolle Geschichte

Wenn man es ganz genau nimmt, dann existiert Sounddesign bereits seit der Steinzeit. Der erste Mensch, der mit einem Stück Holz auf einen Baum schlug, war im Prinzip der erste Sounddesigner. Aber gerade im 20. Jahrhundert hat das Thema richtig Fahrt aufgenommen. Was sich früher auf rein physische Instrumente bezog, gewann durch die Eröffnung der digitalen Welt eine komplett neue Dimension. Es wurde schnell klar, dass man nicht nur den Klang, sondern auch den Effekt auf den Zuhörer verändern kann. Die Profession findet heute zahlreiche Anwendungen, zum Beispiel bei der musikalischen Untermalung von Filmen. Aber auch die Bedienung von elektronischen Geräten ist ein ergiebiges Feld für attraktives Sounddesign.

Wie sieht die Gegenwart aus?

Inzwischen ist Sounddesign fast eine Wissenschaft geworden. Heutzutage dreht sich vieles weniger um den Klang selbst als um die Ortung im Raum. Surround-Sound ist ein fester Bestandteil einer modernen Filmproduktion. Auch KI und Algorithmen kommen vermehrt zum Einsatz. Sie werden dazu verwendet, um auf der Basis eines Grundtons ganze Arrangements zu schaffen. Oder sie finden die optimale Platzierung, basierend auf den Abmessungen des Raumes. Sounddesigner sind heutzutage also gefragter denn je. Neben der Unterhaltungsindustrie ist auch modernes Produktdesign stark auf den richtigen Klang angewiesen. Einfach mal das Smartphone aufmachen, schon hört man eine ganze Reihe von Klängen, die das haptische Gefühl des Geräts verstärken.

Digitale Unterhaltung profitiert besonders

Die Verbindung zwischen Klang und Technologie wird verstärkt zunehmen. Das bedeutet, dass man in der nahen Zukunft ganz neue Ansätze erwarten kann. KI macht es möglich, zwischen den optischen und akustischen Signalen eine enge Verbindung zu schaffen. Das wird besonders den Bereich der digitalen Unterhaltung beeinflussen. So wird man beim Klang einer digitalen Glocke schnell eine Assoziation mit den Slotwalzen bei einem Spielautomaten online herstellen. Auch Videospiele setzen stark auf eine tiefere Einbindung des Spielers durch digitales Sounddesign. Ein 3D-Klangbild versetzt den Spieler direkt in das Geschehen auf dem Bildschirm.