
Beim Opening des Pacha Ibiza sorgte Solomun mit einer spontanen Aktion für Diskussionen.
Während seines Sets trat ein Fan mit dem Smartphone offenbar zu nah an Solomun heran, woraufhin der DJ dem Besucher das Gerät kurzerhand für einige Sekunden abnahm. Die Szene löste sofort Reaktionen im Publikum aus und verbreitete sich anschließend schnell im Netz.
Debatten um Smartphones und No-Phone-Policies begleiten die Clubkultur seit Jahren. Diskutiert wird dabei vor allem die Frage, wie stark permanentes Filmen die Atmosphäre in Clubs verändert.
Kritiker sehen darin eine zunehmende Distanz zur Musik, zum Raum und zum gemeinsamen Erlebnis. Auch die Debatte über mögliche Handyverbote oder Einschränkungen in Clubs flammt durch solche Situationen regelmäßig wieder auf.
Viele Veranstalter und Künstler beschäftigen sich inzwischen intensiv mit dem Thema. Solomun selbst gilt seit Jahren als einer der prominentesten Kritiker exzessiver Smartphone-Nutzung im Clubkontext.
In Interviews und Berichten betonte er mehrfach, dass der Dancefloor für ihn ein Ort gemeinsamer Präsenz und emotionaler Verbindung sei. Für den DJ steht Clubbing demnach weniger für Selfies oder dauerhafte Videoaufnahmen, sondern für Konzentration auf Musik, Stimmung und das kollektive Erlebnis auf der Tanzfläche.
Abseits solcher Diskussionen ist Solomun eher für seine besondere Clubästhetik und lange, emotionale Sets bekannt als für größere Skandale. Seine Anhänger nehmen ihm diese kleinen moralischen Ausflüge ohnehin nicht übel.
„Mehr DJs sollten so etwas run“, schreibt ein User auf Instagram und ergänzt: „Ironisch, dass das Ganze von einer Person gefilmt wurde.“ Ein weiterer schreibt: „Wir sollten unsere Leidenschaft nicht dazu nutzen, jeden einzelnen Ton und jeden Übergang festzuhalten.“
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