Waffen und Drogen nach Wohnungsbrand in Leverkusen entdeckt

Waffen und Drogen

Leverkusen-Schlebusch, Sonntagabend. Eigentlich ein klassischer Einsatz für die Feuerwehr: Ein Brand im Mehrfamilienhaus, der Bewohner nicht zu Hause, also Tür auf, Wasser marsch. Die Flammen waren schnell unter Kontrolle, das Arbeitszimmer als einziges Zimmer wirklich in Mitleidenschaft gezogen. Routine also – bis plötzlich aus Routine ein echter Kriminalfall wurde.

Denn während die Feuerwehr noch die letzten Glutnester checkte, entdeckten die Einsatzkräfte, was so gar nicht in die Kategorie „Alltagsbrand“ passte: Tütchen mit Pulver, Feinwaagen, mehrere Schusswaffen – darunter sogar ein Maschinengewehr. Ein Fund, der selbst hartgesottene Einsatzkräfte kurz innehalten ließ. Wer lagert so etwas bitte in seiner Wohnung in Schlebusch?

Bei einer weiteren Durchsuchung durch die Polizei kam noch mehr zum Vorschein: Betäubungsmittel, Munition, weitere Waffen. Was sich hier auftat, war weniger „Tatort Wohnzimmer“, sondern mehr „Breaking Bad mit Heavy-Metal-Soundtrack“.

Bewohner wollte sich Schlüssel abholen

Nachdem ein Schlüsseldienst die Wohnungstür wieder gesichert hatte, klebte dort ein Hinweis: Der Bewohner könne sich seinen Schlüssel auf der Polizeiwache in Wiesdorf abholen. Ein bisschen wie ein Festivalbändchen am Einlass – nur dass es diesmal kein Rave gab, sondern Handschellen. Denn als der 41-Jährige am Montag tatsächlich auf der Wache auftauchte, klickten die Handschellen.

Die Polizei ermittelt nun wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Laut Aussage der Beamten ist der Mann bislang kaum auffällig geworden. Keine Vorstrafen, kein einschlägiges Vorwissen – fast so, als hätte jemand ein geheimes Doppelleben geführt. Nun wird er dem Haftrichter vorgeführt, während die Kripo versucht zu klären, wie es überhaupt zum Brand in der Wohnung kam.

Spannend bleibt also nicht nur, welche Mengen an Rauschmitteln hier lagerten, sondern auch die Frage: War der Brand vielleicht ein Unfall beim Basteln, ein technischer Defekt – oder steckt doch mehr dahinter?Leverkusen zeigt sich mal wieder von seiner ganz eigenen Seite: Zwischen Rhein, Bayer-Werk und Bundesliga-Rasen kommt plötzlich ein Plot daher, der klingt wie ein Mix aus „Narcos“, „John Wick“ und der Lokalzeitung. Manchmal ist die Realität eben wilder als jede Afterhour-Story.

Quelle: wdr.de

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