War es das schon wieder mit Auto-Kino-Raves??? – Anwohner stellt Strafanzeige


Dass die Rechte von Bürgern auf Ruhe in Deutschland sehr Ernst genommen werden, mussten wir alle schon erfahren. Sei es bei Garten-Partys, Wohnzimmer-Raves oder Hochzeitsumtrunken. Wie oft hat uns hier schon die Poooolizeeeei besucht. Dass die Düsseldorfer sowieso ein Problem mit Geräuschen am Abend und in der Nacht haben, mussten die Betreiber des Düsseldorfer Flughafens schon einige Male feststellen. Doch jetzt schlägt es unserer Meinung nach 13! Die Anwohner des Autokinos in Düsseldorf haben Strafanzeige gegen den Betreiber des Autokinos, D.Live-Chef Michael Brill, gestellt. Grund war jedoch nicht das umfeierte Debüt des World Club Dome Drive-In-Raves mit Le Shuuk sondern der Auftritt des des Comedian Markus Krebs, der am Montagabend im Düsseldorfer Autokino auf der Bühne stand. Da nicht geklatscht werden konnte, malträtierten die Fans auf ihre Autohupen und drückten die Lichthupen. Es ist nun einmal so, in den aktuellen Corona-Zeiten sind Hupkonzerte das neue Applaudieren.

Doch der Lärm am Abend gefällt nicht jedem. RP Online zitiert den Düsseldorfer Bezirksbürgermeister Stefan Golißa (CDU): „In den vergangenen zwei Wochen haben sich viele Anwohner bei mir gemeldet und sich beschwert. Flugzeuge dürfen nicht mehr landen, aber im Autokino wird zu später Stunde gehupt. Da fällt dem einen oder anderen das Einschlafen schwer. Wenn im Autokino Filme gezeigt werden, fühlen sich die Anwohner nicht gestört. Es hat keiner etwas gegen das Autokino. Wir sind froh, dass wir es in diesen Zeiten haben. Das Hupen ist der Ersatz fürs Klatschen, aber vielleicht kann man an die Besucher appellieren, nach 22 Uhr Rücksicht auf diejenigen zu nehmen, die bei Hupkonzerten nicht in den Schlaf finden.“

Einem Anwohner wurde dies nun zu viel. Wegen der Störung der Nachtruhe, Verstöße gegen die Immissionsschutzgesetzgebung, Verstöße gegen das Naturschutzgesetz und Körperverletzung  wurde nun gegen den Geschäftsführer des Autokinos Michael Brill Strafanzeige erstattet.

Dieser wiederum entgegnet RP Online, dass mit dem Messeparkplatz die ideale Fläche gefunden worden sei, da einerseits Anlieger erst in einem Abstand von ungefähr 1,3 Kilometer wohnen, anderseits aufgrund des Fluglärms in diesem Umfeld ohnehin schon Lärmschutzmaßnahmen getroffen wurden.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht, freuen uns aber schon auf Alle Farben in Düsseldorf.

 

 

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