laserkraft

Was machen eigentlich diese 15 Acts gerade?


Kennt ihr diesen Moment? Ihr hört im Radio oder aus dem tiefergelegten BMW eines Nachbarn das Lied eines Acts, von dem ihr schon seit Monaten oder Jahren nichts mehr gehört habt. One-Hit-Wonder war früher ein Begriff für dieses Phänomen, der es aber nicht trifft. Denn es gibt viele Acts, die uns über viele Jahre begleiteten, aber nun von der Bildfläche verschwunden sind. Wobei – heutzutage, da wir überfrachtet werden mit Social-Media-Nonsens, kann es auch einfach mit selektiver Wahrnehmung zusammenhängen, dass wir nichts mehr von diesen 15 Acts hier gehört haben. Vielleicht geht es euch ja anders und ihr könnt uns helfen… Was machen eigentlich diese 15 Acts gerade:

Laserkraft 3D 
“Nein Mann” war ein Riesenhit. Danach lief es eher so semi bis gar nicht mehr bei den sympathischen Jungs. Was ist aus ihnen geworden?

Claude Young
Detroits Finest, wenn es um Akrobatik hinter den Turntables geht, war immer Claude Young, der selbst Jeff Mills als aussehen ließ. Wo treibt er sich herum?

Nathalie deBorah
Unsere liebe Nathalie, untrennbar mit dem Poison Club und Techno Made in NRW verbunden, hat sich sehr rar gemacht. Legt sie noch auf oder hat einen Second-Hand-Laden für 30er Jahre Garderobe eröffnet?

Nalin & Kane
1997 gab es wohl kaum einen größeren Hit in Deutschland als “Beachball” von Ralf und Andreas. Seit einigen Jahren ist es sehr still geworden um beide. Das letzte Lebenszeichen, wenn auch indirekt, war der grandiose Remix von Joris Voorn.

Robert Natus
Kaum ein anderer Künstler stand so für ein Genre wie Robert Natus aka Deadly Sins für Hardtechno. Kollabos mit Sven Wittekind und Arkus P. haben für Eskalation auf dem Dancefloor gesorgt. Hat er jetzt einen ‘normalen’ Beruf ergriffen? Wer kann uns helfen?

WestBam
Nach seiner Buch-Veröffentlichung ist es doch merklich ruhiger geworden um den Haudegen aus Münster / Berlin. Schade. Wir vermissen seine intelligenten Einwürfe. Wer hat wo WestBam gesehen?

DaHool
Eine weitere NRW-Ikone, die mit dem Welt-Hit “Meet Her At The Loveparade” jeden von uns zum Ausrasten gebracht hat. Was treibt Schröder gerade? Tummelt er sich immer noch auf Armin van Buurens Label Armada und versucht sich an EDM?

Robert Armani
Mr. Ambulance aus Chicago – bürgerlich Robert Woods – hat uns unzählige rohe Tracks auf Dancemania und Djax Up geliefert. Unvergessen ist der Hardfloor-Remix von “Circus Bells”. Deutsche Veranstalter hat er gerne gerippt, indem er die Gage vorab bekam und dann den Flug nicht antrat. Musikalisch aber über jeden Zweifel erhaben.

Samim
Der Schweizer, den man auch als Bearback und Fuckpony kennt, hat sich mit „Heater“ einen Sommer lang unsterblich gemacht. 2007 war es, als die Nummer mit dem Akkordeon um die Welt ging und sowohl von Sven Väth als auch von jedem Großraum-Jock gehämmert wurde. Das Album zur Single erschien auf Get Physical Music.

Non Eric
Hans Bodin, dessen Künstlername aus seiner Punk-Zeit stammte und von ‘non Eric Clapton’ herrührte, stand mit seinem Label Lunatec für energetischen Hard-Trance-Sound mit Techno- und Acid-Einflüssen. Zusammen mit DJ Dag bildete er das Projekt Crazy Malamute.

Kid Paul
Niemand sonst tauchte in so jungem Alter in der Dance-Szene auf und verabschiedete sich dann nach relativ kurzer Zeit wieder so konsequent aus derselben. Paul Schmitz-Moormann veröffentlichte als 13-jähriger die wenig ruhmreiche Single „Acid In My House“, wurde dann aber durch seine Sets im Ufo und vor allem das Projekt Energy 52, das er zusammen mit Cosmic Baby bildete, schnell zum Star, wenn nicht sogar zur Legende. „Café del Mar“ erschien 1993 und 1995 zog sich Kid Paul aus der Techno-Szene zurück und trat nicht mehr als DJ auf.

Emmanuel Top
Der große Franzose der Acid- & Trance-Bewegung in der Mitte der 1990er Jahre. „Acid Phase“ und „Turkish Bazar“ sind absolute Klassiker. Den größten Erfolg feierte der als eigenbrötlerisch verschrieene Top mit dem Projekt B.B.E., das er zusammen mit Bruno Sanchioni und Bruno Quartier gründete. Ihre Single „Seven Days And One Week“ wurde zum europaweiten Riesenhit.

Sieg über die Sonne
1989 gründeten die beiden Produzenten Tobias Freund aka Pink Elln und Martin Schopf aka Dandy Jack das poppig angehauchte Projekt SÜDS. Die Musik von Sieg über die Sonne klang stets international, um nicht zu sagen nach Weltmusik. Ihr Spielplatz war weniger Deutschland als vielmehr das europäische Ausland, wo die Beiden auf vielen Festivals und in den angesagtesten Clubs spielten. Ihre Remixes für befreundete Künstler wie Sensorama, Plaid, Ricardo Villalobos oder 2raumwohnung gelten als zeitlos.

Swayzak
Das britische Duo Swayzak bestand aus den beiden Produzenten James Taylor und David Brown. Ihr Debütalbum erschien 1998, trug den Namen „Snowboarding In Argentina“ und war der Auftakt zu weiteren großartigen Alben, die häufig auf dem Label K7 erschienen. „Smile & Receive“ aus 2007 ist eine der schönsten House-Nummern aller Zeiten – wenn ihr mich fragt.

Farley ‘Jackmaster’ Funk
Farley Keith Williams aus Chicago hatte zusammen mit Jesse Saunders den ersten kommerziellen House-Hit. Ihre Kollabo “Love Can’t Turn Around” erreichte 1986 die TopTen in Großbritannien.

 

Das hier ruft auch Erinnerungen wach:
15 Techno-Klassiker, auf die sich alle einigen konnten

15 Clubs, in denen ein DJ aufgelegt haben sollte
15 Techno-Tracks, die wir immer wieder gerne hören
15 DJ-Namen, die immer falsch ausgesprochen werden
10 DJs über 50, die immer noch jede Party rocken