Waschbär legt im Spirituosenladen eine Vollgas-Nacht hin

Waschbär
Foto: picture alliance/dpa/Hanover County Protection/AP

In Ashland, einer sonst verschlafenen Kleinstadt im US-Bundesstaat Virginia, bekam ein Spirituosenladen unerwarteten Besuch. Und zwar keinen menschlichen. Ein Waschbär – mutmaßlich auf der Suche nach Futter oder einfach auf nächtlicher Entdeckungstour – brach durch die Zwischendecke in den Laden ein. Was danach geschah, liest sich wie eine tierische Version eines Kneipenabends, der völlig aus dem Ruder läuft.

Der „maskierte Bandit“ streifte durch die Regale, kletterte über Flaschen, warf Gläser zu Boden – und kam dabei offenbar auf den Geschmack. Zerbrochene Alkoholflaschen, über den Boden verteilte Spirituosen und ein zunehmend schwankender Waschbär zeichneten das Bild einer Runde, die weit über den Durst ging.

Am nächsten Morgen fand eine Angestellte den Übeltäter im Badezimmer: zusammengesackt neben der Toilette, völlig überfordert vom eigenen Rausch. Der Waschbär war so betrunken, dass er kaum noch reagieren konnte. Von aggressivem Verhalten keine Spur – nur ein pelziger Mini-Hangover auf vier Pfoten.

Die herbeigerufenen Tierschützer nahmen den benebelten Einbrecher mit. Dort durfte er erst einmal ausschlafen, Wasser trinken, sich erholen – und langsam wieder zu sich kommen. Nach einigen Stunden war der Spuk vorbei. Aber es gab keine Verletzungen, nur ein ordentlicher Filmriss. Der Räuber wurde wieder in die Freiheit entlassen, etwas taumelig, aber wohlauf.

Die Geschichte verbreitete sich rasend schnell. Ein betrunkener Waschbär, der einen Spirituosenladen verwüstet und anschließend ohnmächtig neben dem Klo einschläft – das Internet braucht nicht viel mehr, um ein neues Meme zu krönen.

Doch zwischen Komik und Kuriosität zeigt der Vorfall auch, wie nah urbane Wildtiere inzwischen an den menschlichen Lebensraum herangerückt sind. Mülltonnen, offene Hinterhöfe, zugängliche Läden – für Waschbären sind das freistehende Buffets voller Versuchungen.

Für eine Nacht wurde dieser hier zum unfreiwilligen Rockstar des Internets. Und eines lässt sich sicher sagen: Er hatte garantiert den schlimmsten Kater seines Lebens.

Quelle: ntv.de

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