
Der Brombachsee in Nordbayern – sonst eher bekannt für entspannte Auszeiten, Wakeboard-Sessions und Sonnencreme-Allergien – bekommt jetzt seinen ganz eigenen Festival-Randnotizmoment: Ein Trio mit offensichtlichem DIY-Faible und Hang zur Grenzerfahrung hat sich dort ein inoffizielles Floß der ganz besonderen Art gezimmert.
Aus zwei SUP-Boards und einer Bierzeltgarnitur (!) wurde kurzerhand ein schwimmendes Wohnzimmer gebastelt – vermutlich irgendwo zwischen letzter Clubnacht und frühem Frühschoppen beschlossen. Der improvisierte Wasserpalast wurde dann auch prompt am vergangenen Wochenende zur Bühne eines etwas feuchten Abenteuers – im wahrsten Sinne.
Bootsführer auf Babylon-Berlin-Level
Nach einem anonymen Hinweis, dass sich da eine leicht unterkühlte und möglicherweise enthemmte Crew auf dem See treibe, rückte die Wasserpolizei an. Und tatsächlich: Das Dreiergespann trieb mit dem Eigenbau zwischen den Wellen, flankiert von diversen Hochprozentigen. Ein bisschen Bier, ein bisschen mehr – die genaue Getränkekarte bleibt unklar, aber sie hatte offensichtlich Wirkung.
Der selbsternannte »Kapitän« der schwimmenden Bar war laut Polizei nicht nur „erheblich alkoholisiert“, sondern offenbar auch anderweitig berauscht. Was genau im Spiel war – bleibt unkommentiert. Man ermittelt jetzt wegen Trunkenheit im Verkehr – auch wenn hier eher von „Verkehr auf dem Wasser“ die Rede ist.
Die drei Herren wurden schließlich auf das Polizeiboot umgeleitet – halb freiwillig, halb in Ehren entlassen. Vom Floß selbst fehlt jede Spur. Vielleicht liegt es jetzt irgendwo am Ufer – oder wurde von einem der gefürchteten Brombachsee-Welse gekapert. Wer weiß.
Unsere Meinung?
Absurde Aktion, maximaler Einsatz – aber Leute, bitte: Wenn schon Festivalfeeling auf dem Wasser, dann wenigstens nüchtern beim Steuern. Oder zumindest mit Schwimmwesten. Und bitte ohne Welse.
Quelle: Spiegel.de
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