Der österreichische Techno-DJ-und Produzent Niereich hat sich via Facebook zu Wort gemeldet und dabei äußerst ernste Töne getroffen.

In dem Post geht der 39-jährige insbesondere auf die durch die Corona-Krise entstehenden finanziellen Schwierigkeiten ein, betont aber, dass es ihm gesundheitlich deutlich besser gehe als in den Jahren zuvor, wo er permanent auf Tour war.

Ein Dorn im Auge sei dem mit bürgerlichem Namen heißenden Peter Linsberger zudem die immer weiter an Einfluss gewinnende Social-Media-Kultur. Der “Social-Self-Faming”-Zeitgeist, der aktuell in der Techno-Szene vorherrsche, sei für ihn schlichtweg nicht mehr tragbar. “So wie das jetzt läuft, mit Social Media als Hauptpriorität, das ist völlig krank”, befindet Niereich, der sich selbst nur ungerne für Interviews oder Video-Botschaften vor die Kamera begibt.

Im Hinblick auf die unklare Zukunft der Musik- und Veranstaltungs-Branche und weitere Faktoren, wie eine Erbkrankheit, von der er erst jetzt erfahren hat, zieht es Niereich in seinem Post abschließend in Betracht, seine Karriere womöglich an den Nagel zu hängen.

Kompromissbereit in Sachen Social-Distancing-Events ist er dabei nicht: “[…] solange diese Corona-Maßnahmen gelten und Veranstaltungen mit den absurdesten Auflagen stattfinden, werde ich, wie Helge Schneider bereits sagte, keine Auftritte hinlegen oder in Live-Streams spielen – auch wenn es mich die Laufbahn kostet. Denn das hat für mich nichts mehr mit Freiheit, Feiern und Raven zu tun.”

Beitragsbild: Hans Schrotthofer