Weihrauch – ein psychoaktives Antidepressivum – Bild von Daniela Mackova auf Pixabay


Seit mehr als tausend Jahren ist Weihrauch in Form von Räucherwerk ein wichtiger Bestandteil von religiösen und anderen kulturellen Zeremonien, wie auch bei den alten Ägyptern.

Schon damals war Weihrauch eine äußerst kostbare Substanz und wurde im Rahmen vielerlei Riten benutzt. Es soll auf Emotionen und Gesundheit hilfreich wirken, was Weihrauch auch für die moderne Wissenschaft interessant macht.

Weihrauch ist das Harz vom Boswellia-Baum und kann helfen, der Seele einen höheren, spirituellen Zustand zu erreichen. Es wurde schon in diversen, alten Texten erwähnt. Sowohl im alten, als auch im neuen Testament wurden dem Weihrauch mystische Fähigkeiten zugesagt. Dies hat sich auch auf heutige, spirituelle Praktiken übertragen.

Ein Team von Forschern der Johns Kopkins University und der Hebrew University in Jerusalem hat vor Kurzem eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, welche psychoaktiven Wirkungen Weihrauch hat.

Getestet wurde das in Boswelliasäure enthaltene Incensol an Probanden, die zur Bewertung von antidepressiven und angstreduzierenden Psychopharmaka. Die Wissenschaftler stellten fest, dass „incensole acetate“ Gehirnareale beeinflusst, die für Emotionen zuständig sind. Das Einatmen des Rauchs reduziert demnach Angst und Depression.

Weihrauch kann ein Gefühl der Ruhe vermitteln, helfen das Leben zu reflektieren und die Planung einer stressfreien Zukunft vereinfachen. Nach dem Besuch einer Zeremonie mit Weihrauch fühlen sich Menschen oft ruhiger und glücklicher. Es könnte daher eine gute Alternative zu nebenwirkungsreichen Medikamenten der Pharmaunternehmen sein.

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