
Wenn auf der Fusion in Lärz von Sicherheit die Rede ist, denken die wenigsten zuerst an Insekten. Doch genau hier beginnt die Geschichte von „Wespen-Otto“, einem der ungewöhnlichsten, aber unverzichtbaren Helden des Festivals. Während rund 65.000 Menschen feiern, tanzen und leben, sorgt er dafür, dass auch die oft verkannten Wespen ihren Platz behalten und dass Mensch und Tier friedlich koexistieren.
„Ich bin hier bekannt als der Wespen-Otto“, stellt sich der 34-Jährige in einem Gespräch gegenüber dem Nordkurier vor. Normalerweise arbeitet Otto als Veranstaltungsmanager, doch einmal im Jahr – wenige Wochen vor Festivalbeginn – beginnt seine Mission: Überall auf dem Gelände werden Wespennester gemeldet, die er lokalisiert, bestimmt, absichert und beschildert. Jedes Nest wird markiert, erklärt und in den Ablauf integriert.
Sein Ansatz ist ebenso pragmatisch wie pädagogisch. Otto klärt Crews und Gäste darüber auf, wie Wespen wirklich ticken. Ruhe bewahren, Abstand halten, keine hektischen Bewegungen. „Eine Wespe sticht nur, wenn sie sich bedroht fühlt – vor allem, wenn man das Nest erschüttert“, sagt er. Wer einzelnen Tieren begegnet, solle sie ruhig beiseiteschieben, nicht anpusten. Und falls doch mal etwas passiert, hilft ein Hitzestift gegen den Stich.
Dabei kämpft Otto auch gegen Vorurteile. Wespen seien keineswegs nutzlos, im Gegenteil: Sie bestäuben Pflanzen und regulieren andere Insektenpopulationen. „Wir betreten ihren Lebensraum – nicht umgekehrt“, mahnt Otto. Trotz zahlreicher Nester bleiben medizinische Zwischenfälle selten, bestätigt er. Während des Festivals steht er im Austausch mit den Sanitätern, im Winter kümmert er sich um die Nachsorge der Nester.
Warum die Feldwespe seine Lieblingswespenart ist und welche Bedeutung die Fusion für ihn außerhalb des Insektenkontexts genießt, erfahrt ihr auf der Webseite des Nordkurier.
Quelle: Nordkurier
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