Credits: Marylin Clark


Der britische Technoproduzent, DJ und Radiomoderator Dave Clarke kritisiert zum wiederholten Male Künstler*innen, die trotz Corona auf Events und Festivals auftreten. Ein Blatt vor den Mund nimmt er dabei wie gewohnt nicht.

Schon in den vergangenen Monaten hatte der 52-Jährige immer wieder scharf gegen sogenannte „Plague Raves“ geschossen. In einem Gespräch mit dem „Faith Fanzine“ teilte Clarke nun abermals aus. Events, die während der Pandemie stattfinden, bezeichnete er als „widerwärtig“. „Künstler, die 20.000 bis 100.000 Pfund pro Show verdienen, keinerlei finanzielle Sorgen haben, aber narzisstische Aufmerksamkeit brauchen – das ist widerwärtig. Das widerspricht völlig dem Ethos und der Ethik, mit der wir das alles begründet haben„, so der Brite, der seine Karriere als Hip-Hop-DJ begann. Die illegalen Partys, die aktuell durch Großbritannien und Europa schwappen, seien „ekelhaft“ und „unverzeihlich“.

Im Gespräch mit dem „Faith Fanzine“ äußerte Clarke sich zudem über die mangelnde Anerkennung von schwarzen Künstler*innen innerhalb der Szene. Auch wenn viele Leute Kraftwerk als Ursprung des Technos sehen würden, habe das Genre seine Wurzeln seiner Meinung nach in der schwarzen Musik. Dies müsse von der Allgemeinheit realisiert werden. Seit den frühen 2000er-Jahren sei Techno „zu weiß“ geworden und habe seine Wurzeln verloren, erklärt Dave Clarke.

Das gesamte Interview könnt ihr in der neusten Ausgabe des „Faith Fanzine“ lesen.

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Quelle: Mixmag, Faith Fanzine