
Wien will seine Clubkultur stärker als Teil der Stadtentwicklung begreifen. Beim Symposium der Vienna Club Commission diskutierten rund 100 Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Nachtkultur über die Zukunft des Wiener Nachtlebens.
Im Mittelpunkt stand das Leitmotiv „Nachtpolitik ist Stadtpolitik“. Clubkultur soll demnach nicht länger nur als Freizeitangebot behandelt werden, sondern als urbane Infrastruktur – mit Fragen zu Standortsicherung, Lärmschutz, Förderstrukturen, Sicherheit, Jugendkultur und internationaler Sichtbarkeit.
Die Vienna Club Commission besteht seit 2022 und fungiert als Schnittstelle zwischen Szene und Verwaltung. Zuletzt arbeitete sie unter anderem an legalen Open-Air-Flächen auf der Donauinsel sowie an einer Awareness-Mappe für Veranstalter im Rahmen des neuen Wiener Veranstaltungsgesetzes.
Die Ergebnisse des Symposiums sollen nun ausgewertet und in die weitere Nachtpolitik der Stadt einfließen. Ziel ist eine langfristige Sicherung clubkultureller Räume und faire Rahmenbedingungen für Veranstalter. Für Wien geht es damit auch um Standortpolitik: Clubs werden zunehmend als Orte kultureller Innovation, sozialer Begegnung und urbaner Attraktivität verstanden.
Quelle: Loop Rituals
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