Wien unterstützt legale Open-Air-Raves auch 2026

Die Stadt Wien wird das nichtkommerzielle Party-Projekt Free Spaces auch 2026 finanzieren. Lokale Kollektive können sich erneut für legale Open-Air-Raves unter der Praterbrücke auf der Donauinsel bewerben.

Initiiert wurde das Projekt von der Vienna Club Commission und wird von mehreren städtischen Ressorts getragen. Laut Stadt seien die Veranstaltungen wesentlich für ein lebendiges zeitgenössisches Kulturleben.

Die Umsetzung im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass Open-Air-Raves ohne Lärmbelästigung oder andere Konflikte möglich sind. Die Rahmenbedingungen wurden gemeinsam von Stadtverwaltung und Vienna Club Commission entwickelt und stetig angepasst.

Free Spaces ist aus einem konkreten Bedarf der Wiener Clubszene entstanden. Viele Kollektive wollen Veranstaltungen im öffentlichen Raum umsetzen. Der rechtliche und bürokratische Aufwand stellt jedoch für viele eine Hürde dar”, erklärt VCC-Geschäftsführerin Martina Brunner.

Auch 2026 stellt die Stadt WC-Anlagen über die MA 48 sowie Stromversorgung über die Wirtschaftsagentur Wien bereit. Das Projekt existiert seit 2022 zur Förderung von Clubkultur im öffentlichen Raum.

2023 fanden erstmals zwei Events statt, 2024 bereits fünf. Im vergangenen Jahr galt Free Spaces als Best-Practice-Beispiel. Beteiligt waren unter anderem Wiener Bassbehörde und Schall & Schabernack. Der Open Call läuft bis 2. Februar 2026.

Auch international gibt es vergleichbare Fördermodelle. London unterstützt seit Jahren gezielt „grassroots music venues“. In Paris werden Formate wie die Techno Parade gefördert, in Barcelona erhalten nichtkommerzielle Szenen Plattformen im öffentlichen Raum.

Quelle: Groove

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