Wirre Vorwürfe: Ex-Berghain-DJ schießt gegen KitKat, Berghain & Kink-Szene

DJ Kaos JollyJams ist innerhalb Berlins Szene vermutlich kein gänzlich Unbekannter, immerhin bringt der DJ und Produzent jahrzehntelange Erfahrung aus der Hauptstadt mit. Ganz aktuell fällt er allerdings eher durch seinen Instagram-Account auf.

In einer ganzen Reihe an Videos spricht er über Musik, Berlin und die Szene – vor allem aber holt er dabei immer wieder zum Rundumschlag aus, mit deutlichen Worten gegen Berliner Club-Instanzen, Kink-Szene und Hauptstadt-Lifestyle.

Die Szene sei „verrückt verblödet“, so der DJ in einem seiner Clips. „Dass diese Swinger-Sex-Kultur mit Pissen und Anscheißen akzeptiert wird in der Clubkultur und vor allem auch bei etablierten DJs ist schon sehr absurd.“

Das KitKat bezeichnet er als „Bretterbude“ und schäbig. Alles sei dort illegal, verboten und würde kritisiert werden. Gleichzeitig bezeichnet er die Kink-Nächte des Clubs als „bizarr“ und „pseudopervers“.

„In den Clubräumen wird rumgefickt, Leute stecken sich mit Krankheiten an“ erzählt er in einem Clip und holt weiter aus. „Aber alle sind political correct, jeder gendert […] jeder konsumiert, jeder fickt rum, aber das ist dann okay.“

Seiner Meinung nach müsse so etwas illegal und verboten sein. „Die Clubs unterstützen supporten nicht mehr die Clubszene oder die DJs, das ist nur noch so ein Ausleben vom perversen crazy Deutschland“, so der Produzent in dessen eigenem Insta-Profiltext nichts weiter steht als „heterosexual ladies loving“.

Auch das Berghain kommt in seinen Beiträgen alles andere als gut weg. In einem Video beschuldigt er Michael Teufele, den – wohlbemerkt –  ehemaligen Betreiber des weltweit gefeierten Clubs, er würde eigentlich nur noch die Einnahmen zählen und sei kaum noch im Club zu sehen. Wie das möglich sein soll, wenn Teufele doch gar nicht mehr im Berghain involviert ist, erklärt Kaos uns nicht.

In einem anderen Beitrag wird er noch drastischer. „Es gibt Leute, die da sterben und am Hintereingang rausgeschleppt werden, damit das keiner mitbekommt.“ Was ihn zu diesen Videos bewegt ist unklar.

Mit Blick auf sein Profil, seine Art und einige Kommentare seiner Follower ist zudem ist fraglich, wie ernst oder satirisch das Ganze gemeint sein soll. Immerhin bewirbt der DJ gleichzeitig den diesjährigen CSD, der eine gewisse Nähe zur Kink-Szene besitzt.

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