xenia


 

Wie gut sollte man die Musik einer FAZEmag-Autorin besprechen? Na ja, so gut wie sie auch ist! „Riss“ muss eine Andeutung auf die verzerrte, crispe Soundästhetik von Xenia sein: Die insgesamt zwölf Tracks stehen für feinsten Electro-Pop mit Sound-Experimenten in alle Richtungen: So kombiniert der Opener „High Expections“ Grunge-Bässe mit warmen Analog-Synthies, während „Televisor“ einen Fokus auf elektronisches Sounddesign legt. Xenias Soundkosmos ist voll von lebendigen, live eingespielten Synthies, Drumpatterns und zahlreichen „echten Instrumenten“. Daher liegt es nahe, dass ihre Tracks den Hörer auf eine Reise mitnehmen und mal in dissonante, abstrakte Soundnischen abtauchen, um dann wieder Fahrt aufzunehmen und mit drückenden Grooves den Floor zu verzücken. Was ich bis jetzt vergessen habe, ist natürlich ihre Stimme, die ihre Tracks stark färbt und sowohl stark effektiert als auch natürlich und intim verdammt catchy ist. Empfehlung! 9/10 Basti Gies