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2006 wurde in Neuruppin die größte Drogenbande Brandenburgs festgenommen. Insgesamt erhielten die neun Gangster Gefängnisstrafen von 55 Jahren. Die Gruppe wurde XY-Bande genannt, da ihre teuren Autos die Kennzeichen mit den Buchstaben XY trugen. In den Neunzigern verkauften sie Kokain aus Holland, zahlten Bestechungs- und Schweigegeld. Sie überfielen Konkurrenten, versorgten Süchtige mit Drogen und betrieben illegales Glücksspiel. Es war ein Millionengeschäft.

Die XY-bande wurde von Rechtsanwälten vor Gericht vertreten, Polizisten warnten sie vor Razzien und der geschmierte Liegenschafts-Amtsleiter gab ihnen Immobilien-Tipps. Sie kauften ganze Häuserzeilen. Im Jahre 2004 flog das Mafia-Netzwerk durch Telefon-Überwachung auf, wie auch jetzt wieder. Der Richter warnte damals „dass die Angeklagten nach ihrer Entlassung wieder das schnelle Geld wollen“.

Er hatte Recht. Der Vize-Chef der Drogengang, Carsten O., wurde jetzt wieder auf frischer Tat ertappt. Mit einem Kilo Amphetamin stoppte ihn eine Polizei-Spezialeinheit in der Innenstadt von Neuruppin. Er und sein Begleiter wurden festgenommen. Carsten O. musste damals für neun Jahre hinter Gitter. Jetzt droht ihm erneut eine jahrelange Haftstrafe wegen Drogenhandel.

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