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Laut der BPI (British Phonographic Industry) ist der Musikmarkt im Vereinigten Köingreich im Jahr 2015 um 3,5 Prozent gewachsen. Grund dafür ist unter anderem die erhöhte Nachfrage nach Streaming-Diensten. Etwa 29,9 Milliarden Mal wurde Musik über diese Seiten angehört. Etwa die Hälfte aller Streams entfällt dabei auf durch Werbung finanzierte Plattformen wie YouTube und Vevo. Laut BPI entspricht das einem Anstieg um 88 Prozent. Das Problem daran ist, dass die Labels und Künstler fast nichts von dem Anstieg haben. Die ausgezahlte Vergütung der von Werbung finanzierten Plattformen stieg nämlich nur um 4 Prozent auf 24,4 Millionen britische Pfund ( etwa 38, 75 Millionen Euro). Wenn man jetzt die Vergütung durch die Gesamt-Streams der beiden Plattformen teilt erhält man den Betrag, der pro Stream an die Labels geht. Im Fall von Youtube und Vevo sind das lediglich 0,000907 Pfund (etwa 0,0012 EUR). Andere Streaming-Dienste wie Apple Music oder Spotify zahlen immerhin 0,00549 Pfund (etwa 0,0071 EUR). Das ist sechsmal mehr als Youtube und Vevo zahlen. Geoff Taylor, Geschäftsführer der British Phonographic Industry, erklärt dazu, dass er es falsch findet, dass die dominanten Plattformen ihre Marktmacht missbrauchen, um für sich selbst den größten Profit aus der Musik zu schlagen. Wer mehr über das Verfahren erfahren möchte, findet hier weitere Informationen: www.musicbusinessworldwide.com/youtube-is-paying-less-than-0-0009-per-stream-to-uk-record-labels/

 

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