
Germany goes Zrce wird 2026 nicht stattfinden. Das gaben die Veranstalter offiziell bekannt. Als Gründe nennen sie explodierende Künstlergagen, steigende Produktionskosten und einen übersättigten Festivalmarkt.
Die Absage sei keine emotionale Entscheidung, sondern eine wirtschaftlich zwingende Reaktion. Die Entscheidung fiel nicht kurzfristig, sondern basiert auf einer länger andauernden Entwicklung innerhalb der Szene.
Vor allem die Kosten für Artists und Produktion seien in den vergangenen Jahren in einem Tempo gestiegen, das für Festivals kaum noch kalkulierbar sei und zunehmend existenzbedrohend wirke.
Besonders kritisch sehen die Veranstalter die Situation rund um Künstlergagen. Viele Acts touren nahezu pausenlos mit hohen Ticketverkäufen. Diese Zahlen werden genutzt, um Festivalgagen weiter anzuheben, unabhängig davon, ob sie sich in entsprechender Ticketnachfrage niederschlagen.
Für Festivals entsteht dadurch ein wirtschaftliches Ungleichgewicht. Ein Künstler verursache deutlich höhere Kosten, verkaufe aber nicht annähernd so viele Festivaltickets, wie es seine Gage rechtfertigen würde.
Die Rendite stimme nicht mehr, nicht wegen fehlendem Publikum, sondern wegen auseinanderlaufender Marktmechanismen. Die Community nimmt diese Transparenz trotz Absage eher positiv auf.
„Vollster Respekt dafür und danke, dass ihr das Thema so offen ansprecht! Vlt. ändert sich ja was“, schreibt Fabee. „So stark, so vorbildlich. Endlich bringts mal jemand auf den Punkt. Nur Liebe für Euch“, schreibt eine weitere Userin auf Instagram.
DJ DOUBLE E lobt das „gesamte Team“ des Festivals: „Ihr leistet einen unfassbar starken Job! Eure Gründe sind vollkommen nachvollziehbar. Vielen Dank für die tolle Zeit in den letzten Jahren – und auf ein baldiges Wiedersehen.“
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Quelle: DJ Mag
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